Vom Finanzminister zum Magazin-Arbeiter: Karl-Heinz Grasser erhält nun ein besonderes Geburtstagsgeschenk – die Freiheit mit Fußfessel, pünktlich zu seinem 57. Wiegenfest.
Karl-Heinz Grasser verbüßt seit Juni seine Haftstrafe in der Justizanstalt Innsbruck. Während seiner Inhaftierung war der ehemalige Finanzminister im sogenannten Magazin tätig, wo er für die Ausgabe von Kleidung und Bettwäsche zuständig war, wie Recherchen der „Krone“ ergaben. Neben dieser Tätigkeit verbrachte er seine Zeit mit Fußballspielen. Im September erlitt Grasser einen Darmverschluss, der eine Notoperation erforderlich machte und einen mehrwöchigen Krankenhausaufenthalt nach sich zog. Der 56-Jährige lebt seit geraumer Zeit mit seiner Ehefrau, der Unternehmerin und Swarovski-Millionenerbin Fiona Pacifico Griffini-Grasser, sowie der gemeinsamen Tochter in Kitzbühel.
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Buwog-Verurteilung
Vor drei Monaten stellte Grasser einen Antrag auf elektronisch überwachten Hausarrest. Der OGH hatte den Ex-Minister Ende März im Buwog-Verfahren wegen Untreue und Geschenkannahme durch Beamte rechtskräftig zu vier Jahren unbedingter Haft verurteilt. Nach Verbüßung der Hälfte seiner Strafe besteht nun die Möglichkeit einer bedingten Entlassung. Dass er Anfang des kommenden Jahres eine Fußfessel erhalten wird, war bereits bekannt. Nun wurde jedoch laut „Krone“-Information das genaue Datum publik: Grasser soll demnach am 2. Jänner 2026 – ausgerechnet an seinem 57. Geburtstag – die Justizanstalt endgültig verlassen dürfen.
Fußfessel zum Geburtstag
Nach Informationen der „Krone“ wird der gebürtige Kärntner am 2. Jänner 2026 mit einer elektronischen Fußfessel ausgestattet und kann vom Gefängnis in sein Zuhause übersiedeln – ein Umstand, der mit seinem Geburtstag zusammenfällt und somit als besonderes Geschenk betrachtet werden könnte. Diese Entscheidung soll den Recherchen zufolge unmittelbar vor Weihnachten getroffen worden sein.
Auf Nachfrage der „Krone“ äußerte sich Grassers Anwalt Manfred Ainedter knapp: „Ich werde das weder bestätigen noch dementieren.“