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Schicksalswende

Vom Millionenerbe zum Existenzkampf: Roy Blacks Sohn lebt am Limit

Vom Millionenerbe zum Existenzkampf: Roy Blacks Sohn lebt am Limit
Roy Black. FOTO: wikimedia/Reineke Engelbert
2 Min. Lesezeit |

Torsten Höllerich, der Sohn des verstorbenen Schlagerstars Roy Black, fristet heute ein bescheidenes Dasein in Kolumbien. Nach dem Ableben seines berühmten Vaters im Oktober 1991 wurde das hinterlassene Vermögen zu gleichen Teilen auf ihn, seine Halbschwester Nathalie und seinen Onkel Walter aufgeteilt.

„Ich habe damals etwa 400.000 Mark bekommen„, erklärte Höllerich im Gespräch mit der „Bild“. Der gesamte Nachlass belief sich auf rund 1,2 Millionen Mark – deutlich weniger als die in der Öffentlichkeit kursierenden Schätzungen von drei Millionen.

Von seinem Erbteil ist mittlerweile nichts mehr vorhanden. Den Großteil investierte Höllerich in ein Gastronomieprojekt auf der spanischen Insel Ibiza, das er gemeinsam mit seinem Onkel acht Jahre lang führte. Anschließend siedelte er nach Kolumbien über, wo er im Immobiliengeschäft tätig war.

Leben in Kolumbien

Gegenwärtig lebt er in Santa Marta, einer Stadt an der kolumbianischen Karibikküste, ohne finanzielle Rücklagen und ohne feste Anstellung. „Manchmal weiß ich nicht, wie ich die 200 Euro Miete zahlen soll“, gesteht er.

Eine verlässliche Einkommensquelle fehlt ihm. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er durch Übersetzungsarbeiten für Restaurants, gelegentliche Dolmetschertätigkeiten bei Gericht und einen YouTube-Kanal über seinen Vater, der monatlich etwa 150 Euro einbringt. Hinzu kommen jährliche Tantiemen von ungefähr 2.000 Euro.

In den vergangenen Monaten hat sich Höllerichs Situation deutlich verschärft. Nach familiären Konflikten und einer Trennung lebte er zeitweise sogar auf der Straße. Zusätzlich kämpft er mit Alkoholproblemen und befindet sich aktuell in einer Entzugsklinik in Kolumbien. Diese persönlichen Krisen führten auch dazu, dass er das Sorgerecht für seinen Sohn verlor. Trotz dieser schwierigen Umstände bemüht sich Höllerich um professionelle Hilfe, um einen Neuanfang für sich und seinen Sohn zu ermöglichen.

Keine Reue

Ungeachtet seiner prekären finanziellen Situation äußert Höllerich keine Reue. „Ich war nie der Typ, der spart oder konservativ denkt“, rechtfertigt er seine Lebensweise. „Ich habe mich für die Freiheit entschieden. Und lebe mit den Konsequenzen.“ Für ihn stehen nicht materielle Werte im Vordergrund, sondern die gesammelten Erfahrungen und die Erinnerungen an seinen Vater.

Für ihn stehen die Erinnerungen an seinen Vater im Vordergrund, der als Roy Black die Herzen von Millionen eroberte und mit Liedern wie „Schön ist es auf der Welt zu sein“ unvergessliche Spuren in der deutschen Musiklandschaft hinterließ.