Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Falschalarm

Vorsicht, Fake-Warnung! DHL-Betrug sorgt für Panik im Netz

Vorsicht, Fake-Warnung! DHL-Betrug sorgt für Panik im Netz
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Falsche Warnungen vor echten DHL-Zetteln sorgen für Verwirrung. Was als vermeintliche Betrugsmasche viral ging, entpuppt sich als unbegründeter Alarm.

Recherchen des Vereins Mimikama, der sich mit Internetmissbrauch befasst, haben ergeben, dass die im Netz als Betrugsversuch dargestellten DHL-Express-Benachrichtigungen tatsächlich echt sind. Für die in sozialen Medien kursierende Behauptung, es handle sich um eine „neue Betrugsmasche“, fehlen jegliche Beweise. Die Warnung selbst entpuppt sich als Falschinformation. Solche unbegründeten Alarmmeldungen sind problematisch, da sie die Glaubwürdigkeit echter Warnungen untergraben können.

In den vergangenen Tagen verbreitete sich ein Foto mit zwei DHL-Benachrichtigungszetteln rasant im Internet. Begleitet wurde das Bild von Warnungen, Betrüger würden darauf spekulieren, dass Empfänger den aufgedruckten QR-Code scannen und dadurch persönliche Daten preisgeben. Bei genauerer Prüfung stellte sich jedoch heraus: Die Warnung vor den charakteristischen gelben Zetteln entspricht nicht den Tatsachen.

⇢ Vier Mal auf Fake-Promis reingefallen: Zweifache Mutter verliert Haus und Auto

Vorsicht bei QR-Codes

Internetinhalte werden häufig ohne kritische Überprüfung weitergeleitet. Dennoch rät die Polizei grundsätzlich zur Vorsicht beim Umgang mit QR-Codes, wie Sprecher Werner Pucher erklärt: „QR-Codes zu scannen ist ja grundsätzlich ein tolles Tool. Es erleichtert den Ablauf, wie man schneller Geld überweisen oder zu Informationen kommen kann. Aber natürlich findet das auch bei Betrügern Anwendung. Und da sollte man immer einen skeptischen Blick darauf werfen, weil dann natürlich auch Daten abgesaugt werden könnten bzw. Geld von Konten heruntergeräumt werden könnte.“

Falsche Warnungen

Bei einer detaillierten Untersuchung der DHL-Benachrichtigungen kam Mimikama zu einem klaren Ergebnis: Pauschale Warnungen ohne faktische Grundlage sind keineswegs harmlos. Sie verunsichern Menschen unnötig und können langfristig dazu führen, dass bei tatsächlichen Gefahrensituationen die Warnungen nicht mehr ernst genommen werden. Echte Betrugsfälle könnten so im Rauschen falscher Alarme untergehen. Nicht umsonst lautet das Motto von Mimikama „Zddk“ – zuerst denken, dann klicken.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen