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Goldfieber

Wanderer finden 600 Goldmünzen aus der Kaiserzeit im Wald

Wanderer finden 600 Goldmünzen aus der Kaiserzeit im Wald
Symbolfoto. FOTO: iStock/Joshua Burgess
2 Min. Lesezeit |

Versteckt in einer Steinmauer, verborgen in einer unscheinbaren Dose – was tschechische Wanderer im Wald entdeckten, lässt Historiker aufhorchen.

Wanderer entdeckten in einem tschechischen Waldgebiet im Nordosten des Landes einen bemerkenswerten Goldschatz. In einer unscheinbaren Dose, versteckt in einer Steinmauer, kamen rund 600 Goldmünzen zum Vorschein. Experten beziffern den Wert des Fundes auf etwa 300.000 Euro.

Neben den Münzen enthielt der Fund weitere Kostbarkeiten: eine Metallschachtel, goldene Tabakdosen, Armbänder sowie einen geflochtenen Drahtbeutel. Auch ein Kamm und eine Kette mit goldener Färbung gehörten zu den entdeckten Gegenständen, wie die Bild berichtet.

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Historischer Wert

Die ehrlichen Finder übergaben den historischen Schatz an ein Museum, wo Fachleute seinen Wert auf 7,5 Millionen tschechische Kronen – umgerechnet 300.000 Euro – taxierten. Vermutlich wurde der Schatz nach 1921 im Wald verborgen, möglicherweise als Reaktion auf unsichere Zeiten.

Die älteste unter den insgesamt 598 gezählten Münzen datiert aus dem Jahr 1808. Mit einem Gesamtgewicht von vier Kilogramm umfasst die Sammlung Prägungen aus verschiedenen Ländern und Regionen: Frankreich, Belgien, dem Osmanischen Reich, der Habsburgermonarchie Österreich-Ungarn sowie aus Gebieten des früheren Jugoslawien.

Laufende Forschung

Wissenschaftler widmen sich nun intensiv der Erforschung des historischen Hintergrunds. Sie hoffen, durch ihre Untersuchungen mehr Klarheit über die genauen Umstände zu gewinnen, die zur Verbergung des wertvollen Fundes führten.

Museumsexperte Miroslav Novák vermutet mehrere mögliche historische Kontexte: „Tschechen mussten damals umziehen, Juden ebenso. Nach dem Krieg mussten die Deutschen fortgehen.“ Auch die Währungsreform von 1953 könnte ein Grund für das Verstecken des Wertsachenkonvoluts gewesen sein.

Die Region in den Ausläufern des Riesengebirges war in den 1920er- und 1940er-Jahren von tiefgreifenden Umbrüchen geprägt. Kriege, Vertreibungen und wirtschaftliche Unsicherheit veranlassten viele Menschen, ihr Vermögen zu vergraben – in der Hoffnung, es später wieder bergen zu können. Der jetzt entdeckte Schatz ist ein weiteres Zeugnis dieser bewegten Geschichte Mitteleuropas.

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KO KOSMO-Redaktion
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