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Lawinengefahr

Warnstufe 4: Experten warnen vor großer Lawinengefahr

Warnstufe 4: Experten warnen vor großer Lawinengefahr
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Regen, Durchnässung, geschwächte Schneedecke: In Teilen Tirols spitzt sich die Lawinenlage zum Wochenbeginn dramatisch zu.

Zum Wochenbeginn hat der Lawinenwarndienst des Landes für mehrere Regionen in Tirol die Gefahrenstufe vier ausgerufen – die zweithöchste auf der fünfstufigen Skala. Betroffen sind das südliche Nordtirol sowie das nördliche Osttirol. Als Ursachen nennen die Fachleute die zunehmende Durchnässung der Schneedecke in Verbindung mit erwarteten Niederschlägen, wobei die Regengrenze bis auf 2.500 Meter ansteigen soll.

Für Skitourengeher und alle, die sich abseits gesicherter Pisten bewegen, gilt erhöhte Vorsicht. Konkret betroffen von Stufe vier sind ab Montag die Weißkugelgruppe, die Gurgler Gruppe, Teile der Stubaier und Zillertaler Alpen sowie die Venedigergruppe und die südliche Glocknergruppe.

Appell zur Zurückhaltung

In den übrigen Teilen Nord- und Osttirols gilt flächendeckend Warnstufe drei, was einer erheblichen Lawinengefahr entspricht. Sicherheitslandesrätin Astrid Mair (ÖVP) mahnt zur Zurückhaltung: „Die Lawinensituation ist gefährlich. Steilgelände über 30 Grad sollte gemieden werden.“

Lawinen könnten demnach über sogenannte „kanalisierte Sturzbahnen“ bis in tiefere, begrünte Lagen vordringen – weshalb auch in Auslaufzonen besondere Vorsicht angebracht sei. „Wir appellieren eindringlich an alle Wintersportlerinnen und Wintersportler zur Zurückhaltung in den betroffenen Gebieten“, so Mair.

Meteorologische Hintergründe

Matthias Walcher vom Lawinenwarndienst erläutert die meteorologischen Hintergründe: Das tief in die Schneedecke eindringende Regenwasser führe zur Schwächung der grobkörnigen Schwachschichten aus dem Frühwinter. Die Auslösebereitschaft von feuchten und nassen Lawinen steige damit an.

Besonders an steilen West-, Nord- und Osthängen zwischen 2.200 und 2.500 Metern seien spontane Lawinen zu erwarten. Der Experte geht davon aus, dass mit der Abkühlung in der Nacht auf Dienstag die Lawinengefahr allmählich wieder abnimmt.

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KO KOSMO-Redaktion
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