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Warum ich keine Kinder möchte und mich dafür nicht rechtfertigen muss

Kein Bedürfnis nach der „Mutterschaft“
Oft wird mir der Wunsch nach Kindern als Bedürfnis geschildert. Es soll ein Gefühl unbeschreiblicher Freunde und Liebe sein, den eigenen Nachwuchs, den man im Leib getragen hat, in den Arm zu nehmen. Nicht für mich.

Nicht jeder Mensch hat es sich zum Ziel seines Lebens gesetzt ein Baby auf die Welt zu bringen.

Dazu kommt, dass nicht jede Frau das Verlangen hat eine Mutter im klassischen Sinne zu sein, auch ich nicht. Ich sehe mich vielmehr als Erzieherin und Begleiterin.

Ich erkenne ein inneres Kind in meinen Mitmenschen und habe bereits eine Erfüllung darin gefunden meine Umgebung zu fördern und zu unterstützen. Irgendwann wenn ich dann alt bin blicke ich vielleicht ebenfalls, wie eine Mutter zurück und erkenne die Früchte meiner Arbeit.

Viele Frauen, denen es ähnlich geht, entscheiden sich für eine Adoption oder Pflegekinder. Wenn „Muttergefühle“, Zuneigung und Empathie gegenüber Menschen bestehen, ist es oft egal, ob es das eigene ist oder ein „fremdes“.

Ich bin überzeugt, dass jeder ein behütetes Zuhause und förderndes Aufwachsen verdient hat. Deshalb könnte ich mir gut vorstellen ein elternloses Kind aufzunehmen und ihm diese Aufmerksamkeiten zu bieten, wie ich es bei jedem meiner Mitmenschen versuche.

Dennoch ist es nicht meine Pflicht und ich muss mich nicht rechtfertigen, wenn ich diesen Weg nicht einschlage.

Keine Erfüllung
Doch mit wem verbringe ich Zeit, wenn ich alt bin? Worin finde ich meine Erfüllung? Wer liebt mich?

Ich bekomme diese sehr Fragen sehr oft gestellt und antworte immer wieder aufs Neue und mit einer tiefen Entspannung sowie Zufriedenheit: „Ich weiß es nicht“. Doch ich glaube ihr wisst es auch nicht sicher und das ist in Ordnung.

Meine Zeit verbringe ich mit meinen Leidenschaften, Hobbys und Erlebnissen, die noch auf mich warten. Meine Erfüllung suche ich in meinem geistigen und körperlichen Dasein. Lieben tue ich mich selbst, am meisten und immer. Alles weitere, das auf mich zukommt, ist purer Luxus.

Und an meine imaginären, zukünftigen Kinder richte ich folgendes:
Ihr müsst mich nicht lieben. Ihr müsst mich nicht finanzieren. Ihr müsst mich von keiner Angst befreien. Ihr sollt nicht mir, sondern nur euch selbst dienen.

Und nun frage ich euch… Warum wollt ihr Kinder bekommen?