Die erst kürzlich klimafit umgestaltete Schleifgasse in Wien-Floridsdorf muss erneut zur Baustelle werden. Seit Anfang Juli sorgt eine unvorhergesehene Sanierung für Unmut bei den Anwohnern. Voraussichtlich bis zum 15. September bleibt die Straße gesperrt, nachdem bei einer Routinekontrolle der Magistratsabteilung 28 (Straßenverwaltung und Straßenbau) erhebliche bauliche Defizite festgestellt wurden.
Im Straßenabschnitt zwischen Angerer Straße und Pitkagasse sind deutliche Schäden an der Fahrbahn aufgetreten. Die vor rund eineinhalb Jahren im Zuge der städtischen Entsiegelungsoffensive verlegte Pflasterung weist Mängel im darunter befindlichen Splittbett auf. Diese Schicht muss nun komplett ausgetauscht werden.
Die Magistratsabteilung 28 führt die gravierenden Mängel auf Probleme in der gesamten Splittbettung unter dem Pflaster zurück, die bei routinemäßigen Abnahmeprüfungen entdeckt wurden. Die beauftragte Swietelsky AG muss die komplette Unterkonstruktion entfernen und erneuern.
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Etappenweise Sanierung
Die Instandsetzung erfolgt in **zwei Abschnitten** zwischen dem 8. Juli und voraussichtlich 15. September, was wiederkehrende Sperrungen und den zeitweisen Verlust von Parkplätzen mit sich bringt. Für die Anrainer bietet zumindest die durchgängige Nutzbarkeit der Gehsteige einen kleinen Lichtblick. Dennoch betrachten viele Betroffene die Bauarbeiten mitten in der Sommerzeit als zusätzliche Belastung.
Besonders ärgerlich für die Anwohner: Die Schleifgasse war erst vor eineinhalb Jahren umfassend umgestaltet worden – mit 18 neu gepflanzten Bäumen, heller Pflasterung und zusätzlichen Aufenthaltsbereichen. Die ursprünglich positive Resonanz auf das Entsiegelungsprojekt wird nun durch die erneute Baustelle überschattet.
Ein versöhnlicher Aspekt der Situation: Da die Reparaturarbeiten unter die gesetzliche Gewährleistungspflicht fallen, übernimmt das ursprünglich beauftragte Bauunternehmen sämtliche Kosten – der Bezirk wird finanziell nicht belastet.
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