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Pensionsreform

Wer länger arbeitet, kassiert: 15.000 Euro steuerfrei möglich

Wer länger arbeitet, kassiert: 15.000 Euro steuerfrei möglich
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Länger arbeiten, mehr behalten: Österreich plant ab 2027 massive Steuervorteile für Beschäftigte im Pensionsalter.

Wer das Regelpensionsalter erreicht hat, aber weiterhin berufstätig bleibt, soll ab 2027 spürbare finanzielle Vorteile genießen. Konkret ist ein jährlicher Steuerfreibetrag von bis zu 15.000 Euro vorgesehen – das entspricht monatlich 1.250 Euro, die künftig steuerfrei gestellt werden sollen. Die Regelung greift unabhängig davon, ob die betreffenden Personen ihre Pension bereits beziehen oder den Antritt noch aufschieben.

Darüber hinaus sollen die Dienstnehmerbeiträge zur Pensionsversicherung für Erwerbstätige im Regelpensionsalter entfallen – eine Erleichterung, die sowohl Arbeitnehmer als auch Selbständige betrifft. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) bestätigte, dass diese Vorhaben im Doppelbudget 2027/28 verankert sind.

Demographischer Druck

Hintergrund der geplanten Neuregelungen ist der demographische Wandel, der das Sozial- und Pensionssystem zunehmend unter Druck setzt. Eine alternde Gesellschaft, steigende Pensionistenzahlen und ein schrumpfendes Erwerbspersonenpotenzial zwingen die Politik zum Handeln. Die Regierung setzt dabei nicht auf eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters, sondern auf gezielte Anreize, die Menschen dazu bewegen sollen, freiwillig länger im Berufsleben zu verbleiben.

Nach Informationen des Portals Heute soll ein entsprechender Gesetzesentwurf noch am Mittwoch in Begutachtung gehen und nach dem Ministerrat am 15. April offiziell vorgestellt werden. Ursprünglich hatte das Regierungsprogramm von Schwarz-Rot-Pink eine sogenannte Flat-Tax vorgesehen, bei der arbeitende Pensionisten auf Zuverdienstanteile lediglich 25 Prozent Steuern hätten entrichten müssen. Dieses Modell wurde jedoch verworfen und durch eine abgespeckte Variante ersetzt.

Förderanreize geplant

Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hatte bereits im Dezember unterstrichen, dass die Maßnahmen auf mehr Leistungsgerechtigkeit abzielen und dem Land wirtschaftliche Impulse verleihen sollen. Parallel dazu sind Förderanreize für Unternehmen geplant, die gezielt ältere Beschäftigte einstellen. Eine verbindliche Älteren-Quote, wie sie Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) ins Gespräch gebracht hatte, wird hingegen nicht weiterverfolgt.