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Strafgebühr

Wer sein Kind zu spät abholt, muss 10 Euro zahlen

Wer sein Kind zu spät abholt, muss 10 Euro zahlen
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Wer sein Kind zu spät abholt, zahlt künftig drauf – eine Stadt zieht die Konsequenzen aus einem wachsenden Problem.

Die Stadtverwaltung hat eine Strafgebühr von zehn Euro für Eltern eingeführt, die ihre Kinder ohne triftigen Grund verspätet aus städtischen Betreuungseinrichtungen abholen.

Die Maßnahme zielt darauf ab, ungerechtfertigte Verspätungen einzudämmen, die für die betroffenen Einrichtungen sowohl organisatorisch als auch finanziell spürbare Folgen haben. Eingebracht wurde die Regelung als Dringlichkeitsantrag der Stadtregierung – im Gemeinderat fand sie keinerlei Widerspruch.

Ungeplante Mehrarbeit

Stadtamtsdirektor Christof Holzer begründet den Schritt mit den strukturellen Anforderungen des Betriebs: „Die Dienstpläne richten sich genau nach den vorgesehenen Abholzeiten.“ Werden diese nicht eingehalten, entstehen für das Personal ungeplante Mehrarbeit und damit Belastungen, die sowohl das Budget als auch die Arbeitszeitplanung der Einrichtungen beeinträchtigen.

Die Strafgebühr soll dem entgegenwirken und Eltern zur Einhaltung der vereinbarten Abholzeiten anhalten.

Gegenseitige Verpflichtung

Für Eltern mit Migrationshintergrund, deren Kinder städtische Betreuungseinrichtungen besuchen, ist die neue Regelung von besonderer Relevanz. Die Stadtregierung unterstreicht, dass Pünktlichkeit als gegenseitige Verpflichtung aller Beteiligten zu verstehen ist.

Neben der praktischen Wirkung soll die Maßnahme auch dazu beitragen, betroffene Eltern über die konkreten Konsequenzen verspäteter Abholungen zu informieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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