Kroatiens Immobilienmarkt sendet widersprüchliche Signale: Die Preise steigen weiter deutlich – gleichzeitig brechen die Immobilienverkäufe massiv ein.
Die Wohnimmobilienpreise in Kroatien sind im zweiten Quartal 2026 erneut deutlich gestiegen. Laut dem kroatischen Statistikamt DZS verteuerten sich Wohnimmobilien im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 durchschnittlich um 12,7 Prozent. Dabei entwickelten sich Bestandsimmobilien mit einem Plus von 14,1 Prozent deutlich dynamischer als Neubauten, deren Preise um 9,2 Prozent zulegten.
Auch im Vergleich zum ersten Quartal 2026 stiegen die Preise weiter. Insgesamt betrug der Zuwachs 2,7 Prozent. Die Daten für das zweite Quartal 2026 sind allerdings noch vorläufig.
Deutliche regionale Unterschiede
Die Preissteigerungen fielen je nach Region unterschiedlich aus. Den stärksten Anstieg im Quartalsvergleich verzeichnete die Stadt Zagreb mit 4,1 Prozent. In den übrigen Landesteilen außerhalb der Adriaküste legten die Preise um 3,3 Prozent zu, während die Adriaregion mit 1,2 Prozent den geringsten Zuwachs aufwies.
Auf Jahressicht zeigte sich ebenfalls ein deutliches Plus. In Zagreb stiegen die Preise um 15,7 Prozent, in den übrigen Landesteilen um 15,8 Prozent und an der Adriaküste um 9,0 Prozent.
Verkäufe brechen ein
Während die Preise weiter steigen, entwickelte sich die Zahl der Immobilienverkäufe in die entgegengesetzte Richtung. Im zweiten Quartal 2026 wurden 33,3 Prozent weniger Wohnimmobilien verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Besonders stark war der Rückgang bei bestehenden Immobilien mit 35,9 Prozent. Bei neu errichteten Objekten gingen die Verkaufszahlen um 25,0 Prozent zurück.
Auch der Gesamtwert der abgeschlossenen Wohnimmobilienverkäufe sank deutlich. Im Jahresvergleich verringerte er sich um 24,5 Prozent. Damit stehen stark steigende Preise einem deutlich geringeren Transaktionsvolumen gegenüber.