Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit steigt nirgends so stark wie in Niederösterreich

Arbeitslosigkeit steigt nirgends so stark wie in Niederösterreich
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Niederösterreich sticht im Bundesländervergleich heraus – doch diesmal mit einem Rekord, den niemand anstrebt.

Im September hat die Zahl der beim AMS gemeldeten Arbeitslosen in Niederösterreich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,7 Prozent zugenommen – ein Wert, der im österreichweiten Vergleich in keinem anderen Bundesland erreicht wird.

Zum Stichtag waren in Niederösterreich 46.163 Personen als arbeitslos registriert. Rechnet man jene hinzu, die sich in einer AMS-Schulungsmaßnahme befinden, erhöht sich die Zahl auf 56.613. Bundesweit belief sich die Gesamtzahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer im September auf 381.200 – ein Plus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Frauen besonders betroffen

Besonders deutlich fällt der Anstieg bei Frauen aus: Ihre Arbeitslosigkeit wuchs um 11,3 Prozent, während der Zuwachs bei Männern mit 4,4 Prozent deutlich moderater ausfiel.

Gesundheit, Verwaltung und Handel stark betroffen

Nach Branchen stieg die Arbeitslosigkeit in Niederösterreich im September im Gesundheits- und Sozialwesen um 11,7 Prozent, in der öffentlichen Verwaltung um 9 Prozent und im Handel um 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Stellenbesetzung steigt

Trotz der angespannten Lage verweist AMS-Niederösterreich-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern auf eine positive Entwicklung bei der Stellenbesetzung: „Bis Ende September wurden mit 59.996 mehr freie Stellen mit einer passenden Arbeitskraft besetzt als im selben Vergleichszeitraum des Vorjahres (+0,5 Prozent). Häufig passen Angebot und Nachfrage nicht auf Anhieb zusammen.“ Gleichzeitig ist die Zahl der gemeldeten offenen Stellen um 3,4 Prozent gesunken, jene der offenen Lehrstellen um 2,3 Prozent.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen