Wienerin vor Gericht: Sterbehilfe oder Mord?

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Wienerin vor Gericht: Sterbehilfe oder Mord?

Sterbehilfe oder Mord?
Sie war voll mit Blut, das aus den Wunden spritzte und flüchtete während ihr Freund starb. (FOTO: iStock)

Gemeinsam mit ihrem Mann vereinbarte eine 53-Jährige gegenseitige Sterbehilfe. Als der 70-Jährige todkrank wurde, zog sie den Beatmungsschlauch. Nun musste sie sich vor Gericht verantworten.

Auch wenn der Mann sterbenskrank war, hatte die Handlung der Frau den Tod herbeigeführt, so lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Da der Mann währenddessen im Koma lag, konnte r zudem keinen Willen äußern. Dennoch betone der Staatsanwalt gegenüber den versammelten Geschworenen, dass es nach österreichischem Recht, die Möglichkeit gäbe in der Strafbemessung unter die Mindestgrenze zu gehen.

Die Verteidigung sieht darin Tötung auf Verlangen, denn hatte das Paar, das sich sieben Jahre lang kannte, das Vorhaben eindeutig abgesprochen. Immer wieder soll der Kranke zudem gesagt haben, dass er „erlöst“ und „würdevoll“ sterben wolle, das bestätigte die Verteidigung laut ORF-Bericht.
Der Mann hatte eine lange Krankheitsgeschichte und mit mehreren Herzinfarkten und Nierentransplantationen. Er saß zudem im Rollstuhl, weshalb er einige Zeit im Heim verbrachte. „Unsere 27 Quadratmeter große Wohnung war nicht behindertengerecht“, so die Angeklagte.

Auf der nächsten Seite erfahrt ihr mehr über den Tod des Patienten!

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