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Mietanstieg

Wohnkosten: Österreichs Mieten steigen rasant

Wohnkosten: Österreichs Mieten steigen rasant
(Foto: Pexels)
3 Min. Lesezeit |

Österreichs Mietpreise steigen 2024 um 4,5 Prozent, trotz Einkommenszuwächsen. Doch der Mietpreisstopp birgt Konfliktpotenzial, kritisiert die Agenda Austria.

Mietpreisentwicklung

Die Mietpreisentwicklung in Österreich zeigt 2024 einen durchschnittlichen Anstieg von 4,5 Prozent, wie von der Statistik Austria kürzlich bekannt gegeben. Diese Steigerung folgt auf einen bemerkenswerten Anstieg von 7,4 Prozent im Vorjahr. Österreich zählt derzeit 1,79 Millionen Hauptmietwohnungen, von denen ein Viertel befristet vermietet ist. Die durchschnittliche Mietdauer beträgt 11,4 Jahre. Im letzten Quartal des Jahres stiegen die Mieten im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent.

Die monatliche Durchschnittsmiete für eine Hauptmietwohnung inklusive Betriebskosten belief sich 2024 auf 653,60 Euro, was einem Quadratmeterpreis von 9,8 Euro entspricht. Ohne Betriebskosten lag die durchschnittliche Miete bei 492,5 Euro oder 7,4 Euro pro Quadratmeter. Die Betriebskosten selbst verzeichneten einen Anstieg von durchschnittlich 159 Euro auf 163,7 Euro pro Wohnung, was 2,5 Euro pro Quadratmeter entspricht.

Befristete Mietverträge waren mit 12,8 Euro pro Quadratmeter inklusive Betriebskosten teurer als unbefristete Verträge, die bei 8,8 Euro pro Quadratmeter lagen. Bei privaten Hauptmietverträgen machten befristete Mietverträge 49,5 Prozent aus, was 400.400 Wohnungen betrifft. Neuvermietungen mit einer Laufzeit von unter zwei Jahren kosteten im Schnitt 11,8 Euro pro Quadratmeter inklusive Betriebskosten. Altverträge, die seit über 30 Jahren bestehen, lagen bei 6,3 Euro pro Quadratmeter.

Mietpreissteigerungen und Einkommen

Michael Klien vom Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo hob hervor, dass die Wohnkosten leistbarer geworden seien, da die Einkommen parallel gestiegen sind. Das Momentum Institut stellte fest, dass die Mietsteigerungen in Österreich 2024 dreimal so hoch waren wie im Durchschnitt der Eurozone. Österreich liegt auf Platz vier der Länder mit den stärksten Mietpreisanstiegen seit 2010, hinter Estland, Litauen und Irland, mit einem Anstieg von 70,3 Prozent im Vergleich zu 23,5 Prozent im Eurozonen-Durchschnitt.

Leonard Jüngling vom Momentum Institut kritisierte, dass der von der Regierung beschlossene Mietpreisstopp nur für geregelte Mietverhältnisse gilt und nicht für den frei finanzierten Wohnbau. Ein Viertel der 1,7 Millionen Miethaushalte sei weiterhin ungebremsten Erhöhungen ausgesetzt. Elke Hanel-Torsch von der SPÖ betonte die Wichtigkeit des Mietpreisstopps, der auch das Verwaltungshonorar umfasst, das im Rahmen der Betriebskosten bezahlt wird.

Die Agenda Austria warnte, dass die Mietpreisbremse die Einnahmensituation der Vermieter verschlechtern könnte. Ökonom Denes Kucsera erklärte, dass Vermietern am Monatsende nur wenig bleibt, was in den Erhalt investiert werden muss. Klien vom Wifo nannte die Mietpreisbremse einen „Konstruktionsfehler“ und argumentierte, dass sie in der Hochinflationsphase nötig gewesen wäre, da sie Kostensteigerungen in günstigen Segmenten nicht weiterverrechnen lässt, was dem Wohnbau schaden könnte.

Klien vom Wifo nannte die Mietpreisbremse einen „Konstruktionsfehler“ und argumentierte, dass sie in der Hochinflationsphase nötig gewesen wäre, da sie Kostensteigerungen in günstigen Segmenten nicht weiterverrechnen lässt, was dem Wohnbau schaden könnte.

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KO KOSMO-Redaktion
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