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„Wut-Posting“: Darum rastet Novak Djokovic völlig aus

„Wut-Posting“: Darum rastet Novak Djokovic völlig aus
(FOTO: EPA/Juanjo Martin)
3 Min. Lesezeit |

Ein umstrittener Punkt bei einem Tennismatch in Cincinnati hat eine starke Reaktion bei Novak Djokovic ausgelöst. Der serbische Superstar bezeichnete die Situation als „peinlich“ und „Unsinn“ und machte deutlich, dass es dringend Zeit für einen allgemeinen Videobeweis im Tennis sei.

Der entscheidende Moment fand im Achtelfinale zwischen dem Briten Jack Draper und dem Kanadier Felix Auger-Aliassime statt. Beim Spielstand, der über Sieg oder Niederlage entschied, spielte Draper einen Volley, bei dem der Ball offenbar zuerst den Boden berührte, bevor er ins Feld von Auger-Aliassime sprang. Trotz der vehementen Proteste des Kanadiers entschied der Stuhlschiedsrichter zugunsten Drapers, was zu einem intensiven Ausbruch von Emotionen führte.

„Es ist ja furchtbar, was Sie gerade getan haben. Haben Sie nicht gesehen, dass der Ball am Boden war?“, schimpfte der erzürnte Auger-Aliassime in Richtung des Schiedsrichters. Draper zeigte sich sportlich fair und bot an, den Punkt zu wiederholen, was allerdings an der Entscheidung des Schiedsrichters nichts mehr änderte – Draper wurde zum Sieger des Matches erklärt.

Djokovic schaltet sich ein

Nicht zum ersten Mal meldet sich Novak Djokovic nun energisch zu Wort. Über seine sozialen Medien kritisierte er scharf die fehlende Möglichkeit eines Videobeweises im Tennis. „Es ist peinlich, dass wir für solche Situationen keine Videowiederholung haben. Noch lächerlicher ist, dass keine Regel existiert, die den Stuhlschiedsrichtern erlaubt, ihre Entscheidungen anhand des Videomaterials zu revidieren“, äußerte sich Djokovic empört.

Djokovic, der kürzlich noch den Olympiasieg gefeiert hatte, ging weiter und betonte die Absurdität der aktuellen Situation: „Jeder vor dem Fernseher kann sehen, was passiert ist, aber die Spieler auf dem Platz stehen im Dunkeln. Wir haben Hawkeye für Line Calls, und wir leben im technologisch fortgeschrittenen 21. Jahrhundert!“ Zum Schluss richtete er einen klaren Appell an die Organisatoren der Tennistour: „Bitte sorgt dafür, dass so ein Unsinn nie wieder passiert!“

Konsequenzen

Felix Auger-Aliassime konnte letztlich nichts weiter tun, als die Entscheidung zu akzeptieren und seine Sachen zu packen. Jack Draper erreichte dadurch das Viertelfinale, wo er jedoch gegen den Dänen Holger Rune mit 4:6 und 2:6 unterlag.

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KO KOSMO-Redaktion
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