Zecken im Winter stellen trotz FSME-Impfung ein unterschätztes Risiko dar. Drei österreichische Patienten mussten kürzlich nach Zeckenstichen mit der gefährlichen Gehirnentzündung ins Krankenhaus.
Aufgrund des Klimawandels sind Zecken inzwischen auch in den Wintermonaten aktiv, obwohl ihre Population zu dieser Jahreszeit geringer ausfällt. In Dezember und Jänner, einer Periode, die früher als zeckenfrei galt, mussten in Österreich kürzlich drei Patienten nach Zeckenstichen wegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) in Krankenhäusern versorgt werden. Die ausschließlich durch Zecken übertragene FSME kann zu Entzündungen der Gehirnhaut führen. Die Anzahl der behandlungsbedürftigen FSME-Infektionen in Kliniken verzeichnet nahezu jährlich einen Anstieg.
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Steigende Fallzahlen
Der Impfreferent der burgenländischen Ärztekammer, Albrecht Prieler, weist auf einen Aufwärtstrend bei den Krankenhauseinweisungen wegen FSME in Österreich hin: „Wir hatten im Vorjahr 162 FSME-Fälle, die hospitalisiert waren“, also nicht nur Grippe oder ähnliche Symptome hatten – die werden ja nicht erfasst – sondern die im Spital gelandet sind. Und das ist immer eine steigende Anzahl in den letzten Jahren.“
Wirksamer Impfschutz
Seit den späten 1970er-Jahren existiert eine effektive Schutzimpfung gegen FSME. Das Impfschema umfasst zwei Teilimpfungen im ersten Jahr, gefolgt von einer Auffrischung im darauffolgenden Jahr. Prieler erläutert den weiteren Verlauf: „Dann, wenn man bei den Kindern anfängt, nach drei Jahren die nächste und dann alle fünf Jahre. Und ab dem 60. Lebensjahr wieder alle drei Jahre.“
Die nach der Corona-Pandemie verbreitete Impfskepsis hat laut Prieler bislang keinen Einfluss auf die FSME-Immunisierung.