Die Tabaksteuer spülte im vergangenen Jahr mehr Geld in die Staatskassen Österreichs. Laut einem Newsletter des Tabakkonzerns JTI Austria stiegen die Einnahmen im Vergleich zu 2024 um etwa 50 Millionen Euro auf insgesamt 2,18 Milliarden Euro. Mit der Mehrwertsteuer zusammengerechnet beliefen sich die Steuereinnahmen auf rund 2,9 Milliarden Euro. Trotz höherer Steuereinnahmen ging der Zigarettenabsatz zurück – die verkaufte Menge schrumpfte um 4,3 Prozent auf 10,7 Milliarden Stück.
Der durchschnittliche Preis einer Zigarettenpackung stieg von 5,96 Euro im Jahr 2024 auf 6,25 Euro, wobei der Steueranteil 76 Prozent ausmachte. Auch der Tabakfachhandel profitierte: Die Trafikanten verzeichneten einen Umsatzanstieg von etwa 3,6 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro, wobei rund 70 Prozent ihrer Einnahmen aus Tabakwaren stammen.
Schmuggel-Problem
Der tatsächliche Zigarettenkonsum in Österreich lag bei 12,3 Milliarden Stück, einschließlich nicht in Österreich versteuerter Produkte. Der Anteil geschmuggelter Zigaretten wird auf 13 Prozent geschätzt, was etwa 1,6 Milliarden Stück entspricht. Dieser Schmuggel verursachte bei Händlern und Herstellern Verluste von rund 123 Millionen Euro, während dem Staat Steuereinnahmen in Höhe von 378 Millionen Euro entgingen.
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Neue Regelungen
Ab dem kommenden Jahr werden Nikotinbeutel und E-Liquids in das österreichische Tabakmonopol und die Tabaksteuer einbezogen. Die Tabaksteuer wird schrittweise angehoben und auf diese „tabakverwandten Produkte“ ausgeweitet. Ab April fallen beide Produktkategorien unter das Tabakmonopol, wobei für E-Liquids zusätzlich ein spezielles Lizenzsystem eingeführt wird, das den Verkauf reguliert.
Für die Trafikanten dürften diese Änderungen laut JTI höhere Gewinnmargen bedeuten und gleichzeitig strengere Produktkontrollen sowie einen verbesserten Jugendschutz gewährleisten. Für Hanf- und CBD-Shops wurde eine Übergangsfrist bis Ende 2028 festgelegt.
Danach werden Cannabis-Produkte mit niedrigem THC-Gehalt ebenfalls dem Tabakmonopol unterstellt und dürfen nur noch von zugelassenen Großhändlern bezogen und ausschließlich in Tabaktrafiken verkauft werden.