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Weihnachtsmarkt-Anschlag

Zwei Tote: Terrorist nannte sich „aggressivsten Kritiker des Islams“ (VIDEO)

Zwei Tote: Terrorist nannte sich „aggressivsten Kritiker des Islams“ (VIDEO)
FOTO: EPA-EFE/FILIP SINGER
3 Min. Lesezeit |

In Magdeburg ereignete sich ein schwerwiegender Vorfall, bei dem der 50-jährige Taleb A. mit einem Leihwagen in eine Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt fuhr.

Der Vorfall forderte zwei Todesopfer, einen Erwachsenen und ein Kleinkind. Zu Beginn hatte gab es die Info von elf Toten, die stellte sich im Laufe des Abends als falsch heraus. Taleb A. wurde vor Ort von der Polizei festgenommen und befindet sich derzeit in Gewahrsam. Videoaufnahmen zeigen ihn kniend neben seinem beschädigten Fahrzeug.

Wer ist der mutmaßliche Täter Taleb A.?

Taleb A. wurde 1974 in Saudi-Arabien geboren und kam 2006 nach Deutschland, wo er seither lebt und arbeitet. Er besitzt eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis und ist als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum von Bernburg angestellt, etwa 46 Kilometer von Magdeburg entfernt. Dort werden suchtkranke Straftäter behandelt.

Nach dem Vorfall durchsuchte die Polizei seine Wohnung sowie die dazugehörigen Kellerräume im Rahmen einer Spezialoperation. Die Wohnung, ein Altbau, wurde zunächst von der Polizei bewacht.

Islam-Kritiker

Taleb A. ist kein Unbekannter, wenn es um seine Standpunkte gegenüber dem Islam geht. Er bezeichnete sich selbst in einem Interview als „der aggressivste Kritiker des Islams in der Geschichte“ und berichtete von Todesdrohungen nach seiner Abkehr vom Islam. Saudi Arabien hatte die deutschen Behörden vor dem Mann gewarnt.

Angesichts dieser Drohungen beantragte er Asyl in Deutschland: „Deswegen wurde ich bedroht: Man wollte mich ‚schlachten‘, wenn ich nach Saudi-Arabien zurückkehren würde. Also habe ich mich dazu entschieden, Asyl in Deutschland zu beantragen. Es hätte keinen Sinn ergeben, sich dem Risiko auszusetzen, doch zurückkehren zu müssen und dann getötet zu werden.“ Er gründete eine Plattform zur Unterstützung von saudi-arabischen Frauen, die ebenfalls Asyl suchen.

Verschwörungstheorien

Auf einem ihm zugeschriebenen Social-Media-Profil teilt Taleb A. kontroverse Ansichten und Theorien: „Deutschland jagt saudische Asylbewerberinnen innerhalb und außerhalb Deutschlands, um ihr Leben zu zerstören“ und „Deutschland will Europa islamisieren“. Ein Profilbild zeigt ein Maschinengewehr mit der Aufschrift „USA“.

Taleb A. hat in der Vergangenheit auch Sympathie für die AfD gezeigt und seine Standpunkte mit kontroversen Bildern, etwa von der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel, mit einem Schild mit der Aufschrift „I destroyed Europe“ („Ich habe Europa zerstört“), zum Ausdruck gebracht. In einem Video spricht er unter anderem davon, dass Islam-Kritiker in Deutschland „aktiv und kriminell“ verfolgt würden. Gleichzeitig erhielten syrische Dschihadisten in Deutschland Asyl.

Ungeklärte Motive und Hintergründe

Aktuell dauern die Ermittlungen zu den genauen Beweggründen von Taleb A. an. Die Behörden in Sachsen-Anhalt, inklusive Ministerpräsident Reiner Haseloff, ordnen den Vorfall bisher als Anschlag ein. Experten wie der Terrorismus-Analyst Peter R. Neumann äußerten auf X ihre Überraschung: „Nach 25 Jahren in diesem ‚Geschäft‘ denkst Du, nichts könnte dich mehr überraschen. Aber ein 50-jähriger, saudischer Ex-Muslim, der in Ostdeutschland lebt, die AfD liebt und Deutschland für seine Toleranz gegenüber Islamisten bestrafen will – das hatte ich wirklich nicht auf dem Zettel.“

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Die Ermittlungen sind im vollen Gange, und es bleibt abzuwarten, welche Details noch ans Tageslicht kommen werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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