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Internetverbrechen

13-Jähriger erhängte sich live: Prozess gegen Internet-Folterer startet

13-Jähriger erhängte sich live: Prozess gegen Internet-Folterer startet
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Internet-Sadist steht vor Gericht: Als „White Tiger“ soll er Jugendliche zu Selbstverletzungen gezwungen haben – mit tödlichen Folgen in einem Fall.

Am 9. Jänner beginnt der Prozess gegen den unter dem Pseudonym „White Tiger“ bekannten Internet-Sadisten. Das Landgericht Hamburg hat die Anklage gegen den mittlerweile 21-Jährigen zur Hauptverhandlung zugelassen, wie am Dienstag bekannt wurde. Für das nicht-öffentliche Verfahren vor einer Jugendkammer sind 82 Verhandlungstermine bis Ende 2026 anberaumt.

Dem Angeklagten werden insgesamt 204 Straftaten vorgeworfen, die er als Jugendlicher oder Heranwachsender an mehr als 30 minderjährigen Opfern verübt haben soll. Die Anklage umfasst hauptsächlich über das Internet begangene Vergehen gegen das Leben, die körperliche Unversehrtheit und die sexuelle Selbstbestimmung.

Die mutmaßlichen Taten ereigneten sich zwischen Jänner 2021 und September 2023. In einem besonders schwerwiegenden Fall soll der Beschuldigte einen 13-Jährigen zum Suizid gedrängt haben, wobei er dafür ein weiteres minderjähriges Opfer instrumentalisiert haben soll. Der Jugendliche erhängte sich während einer Live-Übertragung im Internet, wie die Staatsanwaltschaft bereits früher mitteilte.

Schwere Vorwürfe

Die Anklagebehörde wirft dem jungen Mann unter anderem Mord sowie fünffachen versuchten Mord vor. Er soll psychisch instabile Jugendliche über digitale Kanäle zu selbstverletzenden Handlungen genötigt haben, wobei ein 13-Jähriger sich das Leben nahm. In weiteren Fällen kam es offenbar zu Suizidversuchen.

Sadistisches Netzwerk

Im Rahmen der Ermittlungen wurde Anfang Oktober ein weiterer Verdächtiger in Baden-Württemberg festgenommen. Der 16-Jährige soll ebenfalls einer Untergruppe des sadistischen Online-Netzwerks 764 angehört haben. Nach Angaben der Polizei verfolgte diese Gruppierung das Ziel, möglichst viele Opfer durch gezielte Manipulation psychisch zu kontrollieren und zu Selbstverletzungen zu bewegen.

Suizidgedanken? Hol dir Hilfe, es gibt sie. In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Wenn du unter Selbstmord-Gedanken oder Depressionen leidest, dann kontaktiere bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer 142 – täglich 0-24 Uhr!

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KO KOSMO-Redaktion
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