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Jubiläum

15 Jahre KOSMO: versteckte Kameras und soziale Experimente (VIDEOS)

(FOTO: Screenshot/Youtube/MagazinKOSMO)
(FOTO: Screenshot/Youtube/MagazinKOSMO)

In den letzten 15 Jahren hat das KOSMO Magazin nicht nur Geschichten erzählt, sondern auch aktiv an der Gestaltung der Realität teilgenommen. Durch eine Vielzahl von sozialen Experimenten hat das Magazin die Grenzen des Journalismus erweitert und die Vielschichtigkeit des Lebens auf dem Balkan beleuchtet. Von versteckten Kameras, die die Toleranz gegenüber arbeitslosen Migranten in Wien aufdeckten, bis hin zu Tests der Zivilcourage auf den Straßen der österreichischen Hauptstadt. KOSMO hat seine Leser immer wieder zum Nachdenken angeregt und zum Handeln inspiriert.

Ein Jubiläum von 15 Jahren ist ein bedeutsamer Meilenstein für jede Publikation. Aber für das KOSMO Magazin ist es eine Zeit, um auf eine Fülle von unvergesslichen Geschichten zurückzublicken. Von inspirierenden Persönlichkeiten bis hin zu tiefgründigen Reportagen hat das KOSMO Magazin seine Leserschaft stets begeistert. Im Laufe der Jahre hat KOSMO jedoch nicht nur über das Leben auf dem Balkan berichtet, sondern auch selbst aktiv daran teilgenommen. Mit einer Reihe von sozialen Experimenten hat das Magazin die Grenzen des Journalismus erweitert. Und das, um die Realitäten und Herausforderungen der Region auf einzigartige Weise einzufangen. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf einige der besten Geschichten, die im Laufe der Jahre das Herz unserer Leser erobert haben. Eine unverkennbare Handschrift unseres einzigartigen Ethno-Magazins.

Unsere Experimente

KOSMO hat im Laufe der Jahre eine Reihe von sozialen Experimenten durchgeführt, die sowohl die Wiener als auch die Leser des Magazins zum Nachdenken angeregt haben. Eines dieser Experimente, das vor acht Jahren gedreht wurde, war die versteckte Kamera zur Toleranz gegenüber arbeitslosen Migranten in Wien. Die Reaktionen der Passanten waren oft entlarvend. „Das ist ein Ausländer, der kann nicht einmal Deutsch“, „Der will nur Geld haben“, oder „Deutschkurs lernen!“. Solche Äußerungen spiegelten oft Vorurteile und mangelnde Empathie wider.

Ein weiteres soziales Experiment, das KOSMO durchgeführt hat, war ein Test der Zivilcourage auf der Mariahilfer Straße. Die versteckte Kamera sollte festhalten, wie Passanten auf eine handgreifliche Auseinandersetzung zwischen einer Frau und einem Mann reagierten. Doch ein beherzter Polizist griff ein, bevor irgend jemand anderer reagieren konnte. Das Experiment wurde schlagartig abgebrochen. Ebenso wurde die Bereitschaft zur Hilfe in der Wiener Innenstadt getestet, als eine bewusstlose Frau unbeachtet liegen gelassen wurde.

Ein besonderes Highlight war auch das Treffen mit dem damaligen Wiener Bürgermeister Michael Häupl, das im Rahmen der Kooperation zwischen der SPÖ Wien und KOSMO organisiert wurde. Diese Veranstaltung bot der bosnisch-herzegowinischen, kroatischen und serbischen Community die Gelegenheit, direkt mit dem Bürgermeister in Kontakt zu treten und ihre Anliegen zu diskutieren.