Ein 20-jähriger Deutscher ist am Sonntag auf Mallorca seinen schweren Verletzungen erlegen, nachdem er in der Nacht auf Samstag vom dritten Stock eines Hotels an der Playa de Palma gestürzt war. Laut dem lokalen Newsportal „Cronica Balear“ ereignete sich der Unfall gegen zwei Uhr morgens.
Der junge Mann hatte offenbar versucht, von seinem Hotelbalkon direkt in die darunterliegende Poolanlage zu springen. Seine Begleiter fanden ihn bewusstlos am Boden liegend vor – teilweise im Wasser, teilweise auf dem Poolrand. Der Verunglückte wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht, wo er einen Tag später verstarb.
Gefährliches „Balconing“
Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um einen typischen Fall von „Balconing“ handelt – jener riskanten und untersagten Praktik, bei der Hotelgäste vom Balkon in den Pool springen. Diese gefährliche Mutprobe hat in der Vergangenheit bereits mehrere Todesopfer gefordert. Vor dem Eintreffen der Rettungskräfte versuchten Freunde des jungen Mannes noch, ihn wiederzubeleben. Zu diesem Zeitpunkt wies er weder Puls noch Atmung auf.
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Trotz verstärkter Präventionsmaßnahmen kommt es an der Playa de Palma immer noch zu schweren Vorfällen, während andere Regionen wie Magaluf einen deutlichen Rückgang verzeichnen konnten. Seit 2025 drohen Touristen für „Balconing“ auf der Insel Geldstrafen von bis zu 1.500 Euro sowie strafrechtliche Konsequenzen und der sofortige Verweis aus der Unterkunft.
Polizeiliche Ermittlungen
Die Polizei hat Untersuchungen zum genauen Hergang eingeleitet. Ersten Zeugenaussagen zufolge saß der Tourist auf dem Geländer seines Balkons, bevor es zum Sturz kam. Die Beamten stellten bei dem Verunglückten deutlichen Alkoholgeruch fest. Auch seine Begleiter beschrieben den 20-Jährigen zum Unfallzeitpunkt als erheblich alkoholisiert.
Sie gehörten zu einer größeren Gruppe deutscher Urlauber, die den tragischen Vorfall miterleben mussten.
Zur Bekämpfung solcher Unfälle haben die mallorquinischen Behörden in den letzten Jahren zahlreiche Maßnahmen ergriffen, darunter gezielte Aufklärungskampagnen, strengere Alkoholregeln und erhöhte Geländer an Hotelbalkonen. Zudem sind Hotels inzwischen verpflichtet, bei gefährlichem Verhalten ihrer Gäste einzuschreiten und gegebenenfalls die Behörden zu informieren.