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Stellenabbau

200 Jobs weg: WKÖ-Chefs an Belegschaft – „Ihr habt nichts falsch gemacht

200 Jobs weg: WKÖ-Chefs an Belegschaft – „Ihr habt nichts falsch gemacht
Foto: epa/CHRISTIAN BRUNA
2 Min. Lesezeit |

200 Jobs fallen weg, die Belegschaft ist aufgewühlt – nun melden sich die WKÖ-Spitze mit einem internen Schreiben zu Wort.

Die Spitze der Wirtschaftskammer Österreich hat sich in einem internen Schreiben an die Belegschaft gewandt, nachdem der angekündigte Abbau von 200 der insgesamt 800 Stellen in der WKÖ-Zentrale für erhebliche Unruhe gesorgt hatte. Präsidentin Martha Schultz und Generalsekretär Jochen Danninger teilten darin mit, dass die AMS-Meldung der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun „Ende Juli statt Mitte Juli“ erfolgt und persönliche Gespräche bis „nach Ablauf der einmonatigen Sperrfrist auf Ende August verschoben“ sind.

Interne Beruhigung

In dem Schreiben räumen die beiden Führungskräfte ein, „dass viele von Ihnen verunsichert sind und offene Fragen haben“, und kündigen an, die Belegschaft künftig regelmäßig über den laufenden Reformprozess auf dem Laufenden zu halten. Zur Begründung der Maßnahme heißt es: „Diese Reform erfolgt als Antwort auf finanzielle Notwendigkeiten und die beschlossene Umlagensenkung und nicht aufgrund der davon unabhängig erfolgten Prüfung durch den Rechnungshof. Und sie erfolgt schon gar nicht deshalb, weil Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schlechte Arbeit geleistet hätten.“

Die im Wirtschaftsparlament beschlossene Umlagensenkung beträgt für das Jahr 2024 rund 12 Prozent gegenüber dem ohne Senkung zu entrichtenden Betrag. Konkret wurde der Hebesatz der Kammerumlage 1 für Bemessungsgrundlagen bis 3 Mio. Euro von 0,29 % auf 0,28 % reduziert.

Ausdrücklich betonen Schultz und Danninger das Gegenteil: Die Leistungen, das Engagement und die Professionalität der Belegschaft hätten in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass die Wirtschaftskammer ihre Aufgaben erfolgreich erfüllen konnte. „Die nun notwendigen Veränderungen sind ausschließlich Ausdruck der strategischen Neuausrichtung und der notwendigen Entscheidung, unsere Ressourcen künftig noch konsequenter auf unser Kerngeschäft und unseren gesetzlichen Auftrag zu konzentrieren“, so Schultz und Danninger.

Inhalt 1:

Strategische Neuausrichtung

Darüber hinaus bekräftigen die beiden, den Schwerpunkt der Kammer künftig noch stärker auf die Interessenvertretung, die Außenwirtschaft sowie jene Serviceleistungen zu legen, die den größten Mehrwert für die Mitgliedsbetriebe erzeugen. Als Konsequenz daraus würden einzelne Angebote und Bereiche – darunter die Abteilungen Innovation und Digitalisierung sowie Datenmanagement und -analyse – entweder eingestellt oder nur in veränderter Form weitergeführt.

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KO KOSMO-Redaktion
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