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Bluttat verhindert?

21-Jähriger plante Bombenanschlag in Österreich

21-Jähriger plante Bombenanschlag in Österreich
Symbolbild FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Ein 21-jähriger Afghane wurde in Salzburg als mutmaßlicher Schläfer des „Islamischen Staates“ (IS, terroristische Organisation) identifiziert und befindet sich seit dem 2. Dezember in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage gegen ihn erhoben. Die Vorwürfe umfassen die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, terroristische Straftaten, Beteiligung an einer kriminellen Organisation sowie die Anleitung zur Begehung terroristischer Handlungen.

Nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden soll sich der Beschuldigte dem IS angeschlossen haben und als sogenannter „Schläfer“ (inaktiver Terrorist, der auf Einsatzbefehl wartet) bereit gewesen sein, auf Anweisung Anschläge zu verüben. Der seit Februar 2023 in Österreich lebende Mann, der zum Tatzeitpunkt teilweise noch nicht volljährig war, hatte sich offenbar sowohl für Selbstmordattentate mit Schusswaffen und Sprengstoff als auch für Messerangriffe zur Verfügung gestellt. Als potenzielle Anschlagsziele sollen die Festung Hohensalzburg, der Salzburger Hauptbahnhof sowie der Christkindlmarkt am Dom- und Residenzplatz ins Visier genommen worden sein. Die Umsetzung seiner Pläne hatte der Verdächtige dem Vernehmen nach für Weihnachten 2024 vorgesehen.

📍 Ort des Geschehens

Internationale Verbindungen

Die Anklage umfasst zudem den Vorwurf, dass der Mann am 21. November 2024 versucht haben soll, eine weitere Person in Belgien zu einem Selbstmordanschlag im Iran zu bewegen. Er soll dieser Person Kontakte zu IS-Mitgliedern vermittelt und sie zur Bekundung ihrer Anschlagsbereitschaft ermutigt haben. Die belgischen Sicherheitsbehörden konnten die betreffende Person jedoch vor ihrer Ausreise festnehmen.

Darüber hinaus wird dem Angeklagten vorgeworfen, IS-Propagandamaterial gesammelt und über soziale Netzwerke verbreitet zu haben, darunter Darstellungen, die Gewaltakte und die Ideologie der Terrororganisation verherrlichen. Zusätzlich soll er sich über das Internet Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen beschafft haben.

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Zwischenstaatliche Zusammenarbeit

Die Festnahme des mutmaßlichen Terroristen erfolgte durch enge Kooperation österreichischer und internationaler Sicherheitsbehörden. Die frühzeitige Identifizierung des Verdächtigen ermöglichte es, ihn festzunehmen, noch bevor konkrete Anschlagspläne umgesetzt werden konnten. Diese behördenübergreifende Zusammenarbeit erstreckte sich auch auf den Fall in Belgien, wo die dortigen Sicherheitsorgane rechtzeitig eingreifen und die Ausreise der rekrutierten Person in den Iran verhindern konnten.

Gerichtliches Verfahren

Der bislang nicht vorbestrafte Angeklagte hat sich vor Gericht teilweise geständig gezeigt. Aufgrund des hohen Strafrahmens – zwischen zehn und 20 Jahren oder lebenslanger Freiheitsstrafe – wird der Fall vor einem Geschworenengericht (Laiengericht mit Bürgerbeteiligung) am Landesgericht Salzburg verhandelt. Da ein Teil der vorgeworfenen Taten in die Jugendzeit des Beschuldigten fällt, findet die Verhandlung vor dem Jugendgericht statt.

Ein Verhandlungstermin wurde noch nicht festgelegt.

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KO KOSMO-Redaktion
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