Täglich bebt die Erde in Herzegowina und Westbosnien – und ein Ende ist nicht absehbar.
In den vergangenen 30 Tagen wurden in der Region Herzegowina und Westbosnien täglich Erdbeben registriert. Betroffen waren die Gebiete rund um Grude, Siroki Brijeg, Livno, Tomislavgrad sowie Potoci bei Mostar. Die Magnituden lagen dabei überwiegend unter M 4,6 – das stärkste Beben ereignete sich am 17. Februar 2026 im Raum Livno und erreichte genau diesen Wert auf der Richterskala. Die Daten stammen vom Föderalen Hydrometeorologischen Institut Bosnien-Herzegowinas, das dem Portal Grude Online entsprechende Informationen zur Verfügung stellte.
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Geologische Hintergründe
Geologisch betrachtet ist die erhöhte seismische Aktivität in diesem Teil des Balkans keine Überraschung. Die Region liegt im Bereich der Dinariden, einer tektonisch aktiven Zone, in der Plattenbewegungen und Verwerfungsstrukturen regelmäßig zu Erderschütterungen führen. Serien schwächerer bis mittlerer Beben gelten für dieses Gebiet als charakteristisch und sind aus wissenschaftlicher Sicht nicht ungewöhnlich.
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Keine Vorhersage möglich
Das Institut betonte jedoch, dass trotz kontinuierlicher Überwachung durch ein dichtes Netz seismologischer Messstationen keine verlässliche Vorhersage möglich sei. „Es gibt keine zuverlässige Methode, die den genauen Zeitpunkt oder Ort eines starken Erdbebens präzise bestimmen könnte“, hieß es in der Stellungnahme gegenüber Grude Online. Bestätigte Vorzeichen, die ein Beben Stunden oder Tage im Voraus ankündigen würden, existierten nicht.
Auf Basis statistischer Modelle lasse sich lediglich festhalten, dass in seismisch aktiven Regionen grundsätzlich mit Erdbeben zu rechnen sei – wann und wo genau, bleibe jedoch offen. Alle relevanten Messdaten würden regelmäßig veröffentlicht.