Hochdruckgebiet „Hartmut“ schiebt die Temperaturen in Österreich ans Limit – der nationale Hitzerekord gerät ins Wanken.
Das Hochdruckgebiet „Hartmut“ wird Österreich am Wochenende voll in seinen Einflussbereich nehmen und die laufende Hitzewelle auf ihren Scheitelpunkt treiben – mit Temperaturen, die stellenweise an die 40-Grad-Marke heranreichen. Zahlreiche Wetterstationen im ganzen Land dürften dabei neue Juniwerte verbuchen, und auch der nationale Hitzerekord steht am Sonntag unter Druck. Der offizielle österreichweite Temperatur-Höchstwert liegt bei 40,5 Grad Celsius und wurde am 8. August 2013 in Bad Deutsch-Altenburg in Niederösterreich gemessen. Während sich die Lage im Westen des Landes bereits wieder entspannt, hält die Hitze im Osten weiter an. UBIMET-Meteorologin Jessica Spengler gibt einen Überblick über die Entwicklung der kommenden Tage.
Hitze am Wochenende
Der Samstag startet verbreitet mit strahlend blauem Himmel. Im westlichen Bergland türmen sich ab den Mittagsstunden Quellwolken auf, und entlang des Tiroler Alpenhauptkamms entwickeln sich lokale Hitzegewitter. Diese sind zwar räumlich begrenzt, können aber örtlich mit kräftigem Starkregen und Hagel aufwarten. Die Temperaturen klettern auf 33 bis 39 Grad.
Am Sonntag präsentiert sich der Süden und Osten des Landes von seiner sonnigsten Seite – die Hitzewelle erreicht ihren absoluten Höchststand. Im Osten werden Spitzenwerte um die 40-Grad-Marke erwartet. Im Tagesverlauf steigt von Vorarlberg über die Tauernregion bis ins Salzkammergut die Gewitterneigung deutlich an, wobei lokal Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen besteht. Die Höchstwerte liegen zwischen 31 und 40 Grad, wobei der Osten die größte Hitzebelastung trägt, während im Westen bereits eine leichte Abkühlung einsetzt.
Gewitter ab Montag
Am Montag machen sich von Vorarlberg bis ins Innviertel schon in den frühen Morgenstunden erste Regenschauer und Gewitter bemerkbar. Diese Störungszone weitet sich im Laufe des Vormittags entlang der Alpennordseite nach Osten aus und nimmt dabei an Häufigkeit zu. Am Nachmittag sind dann auch im zuvor lange sonnigen Süden und Osten kräftige Gewitter mit erheblicher Unwettergefahr möglich. In der Westhälfte sinken die Temperaturen auf 22 bis 30 Grad, während im Osten und Südosten mit bis zu 39 Grad weiterhin Hochsommerhitze herrscht.
Am Dienstag zeigt sich die Sonne nur noch zeitweise. An der Alpennordseite setzen bereits am Morgen Schauer und Gewitter ein, die vor allem am Nachmittag an Intensität gewinnen und örtlich Hagel sowie Sturmböen bringen können. Im Osten und Süden dominieren zunächst noch trockene Abschnitte, doch auch dort gehen in der zweiten Tageshälfte lokal heftige Gewitter nieder.
Die Höchstwerte bewegen sich zwischen 24 und 35 Grad, wobei der Südosten weiterhin die heißeste Region des Landes bleibt.