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Insolvenzwelle

42 Österreicher täglich pleite: Privatinsolvenzen steigen deutlich

42 Österreicher täglich pleite: Privatinsolvenzen steigen deutlich
Foto: KI- Generiert
2 Min. Lesezeit |

42 Personen täglich, 5.092 Fälle in sechs Monaten – Österreichs Privatinsolvenzen steigen, und die Gründe treffen viele mitten im Alltag.

Die finanzielle Belastung vieler österreichischer Haushalte zeigt sich in konkreten Zahlen: Im ersten Halbjahr 2026 wurden insgesamt 5.092 Privatinsolvenzen verzeichnet – um 252 Fälle mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres, was einem Anstieg von 5,2 Prozent entspricht. Den größten Anteil daran hatte Wien mit 1.735 eröffneten Verfahren, also annähernd einem Drittel aller österreichweiten Fälle.

Laut Creditreform gingen die Privatinsolvenzen in Österreich bereits im Jahr 2023 gegenüber 2022 um rund fünf Prozent zurück, bevor sie im Zeitraum 2024/2025 wieder deutlich anzogen. Der aktuelle Anstieg setzt damit einen Trend fort, der sich bereits in den vergangenen zwei Jahren abgezeichnet hat.

Überdurchschnittlich stark zugelegt haben die Zahlen im Burgenland mit einem Plus von 15,9 Prozent, in Oberösterreich mit 15 Prozent, in Niederösterreich mit 11,3 Prozent, in der Steiermark mit 10,7 Prozent sowie in Vorarlberg mit 9,8 Prozent. Hochgerechnet auf die Arbeitstage bedeutet das: Täglich stellten im Schnitt 42 Personen einen Antrag auf Schuldenregulierung.

Ursachen & Hintergründe

Als Ursachen führt Creditreform die anhaltend schwierige wirtschaftliche Situation an. Die über mehrere Jahre hohe Inflation, deutlich gestiegene Kosten für Wohnen und Energie sowie höhere Belastungen durch Kredite und Finanzierungen hätten den finanziellen Handlungsspielraum vieler Haushalte erheblich verengt.

Hinzu komme, dass vorhandene Rücklagen in vielen Fällen inzwischen vollständig aufgebraucht seien. Träten dann Faktoren wie Jobverlust, Erkrankung oder andere Einkommenseinbußen hinzu, steige die Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit deutlich.

Firmeninsolvenzen hoch

Auch auf Unternehmensseite bleibt die Lage angespannt. Die Zahl der Firmeninsolvenzen ging im ersten Halbjahr zwar leicht zurück – um 1,6 Prozent auf 3.443 Fälle –, doch Creditreform stuft das Niveau weiterhin als historisch hoch ein.

Im Tagesdurchschnitt meldeten nach wie vor 29 Unternehmen pro Werktag Insolvenz an.

Besonders betroffen sind Betriebe aus der Bauwirtschaft, dem Tourismus und dem Transportsektor.

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KO KOSMO-Redaktion
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