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Schleusernetzwerk

450 Menschen geschleust: Netzwerk in Wien aufgeflogen

450 Menschen geschleust: Netzwerk in Wien aufgeflogen
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Vier Länder, ein Ziel: Ein Schleusernetzwerk mit Millionenumsatz fliegt auf – Wien spielte dabei eine besondere Rolle.

Behörden aus vier Ländern haben am 22. September 2026 in einer koordinierten Aktion ein internationales Schleusernetzwerk ausgehoben, das auf die illegale Einreise von Migranten nach Großbritannien ausgerichtet war. Im Zuge der Operation wurden sechs Personen festgenommen und zehn Objekte durchsucht. Die Ermittler stellten dabei gefälschte Ausweisdokumente, elektronische Geräte sowie erhebliche Bargeldmengen sicher. An dem Einsatz waren Österreich, Italien, Spanien und Großbritannien beteiligt.

Weitverzweigtes Netzwerk

Die Ermittlungen, in die insgesamt 17 Länder eingebunden waren, förderten ein weitverzweigtes Netzwerk zutage, das Migranten mithilfe gefälschter Dokumente über Flughäfen im Schengen-Raum nach Großbritannien schleuste. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Netzwerk mehr als 450 Menschen über Flughäfen im Schengen-Raum in das Vereinigte Königreich schleuste. Eine in Wien ansässige Zelle soll dabei maßgeblich an der Beschaffung dieser Dokumente beteiligt gewesen sein. Als Mitglieder dieser Zelle werden afghanische und pakistanische Staatsangehörige geführt.

In Spanien wurde eine weitere Zelle identifiziert, die mehr als 1.000 gefälschte Ausweise in die EU und darüber hinaus in Umlauf brachte. Das Netzwerk soll insgesamt mehr als zwei Millionen Euro an illegalen Einnahmen erwirtschaftet haben. Europäische Ermittler heben hervor, dass der grenzüberschreitende Informationsaustausch über sichergestellte Dokumente ein zentrales Instrument im Kampf gegen derartige kriminelle Strukturen darstellt.

Europols Warnung

Die Operation verdeutlicht, welche Bedeutung internationaler Kooperation bei der Bekämpfung von Menschenschmuggel zukommt. Europol warnte in diesem Zusammenhang: „Migrantenschleusung bleibt eine zentrale kriminelle Bedrohung für die EU.“ Der Einsatz rückt dabei auch die Rolle Wiens als Knotenpunkt grenzüberschreitender krimineller Aktivitäten in den Blickpunkt.

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KO KOSMO-Redaktion
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