In einer Schottergrube in Langenwang machte ein Baggerfahrer einen explosiven Fund. Die 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe löste einen Großeinsatz aus.
Ein Baggerfahrer entdeckte in der Schottergrube des Langenwanger Ortsteils Schwöbing eine etwa 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe. Der Fund in Langenwang (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag) wurde gegen 10 Uhr gemeldet, woraufhin sofort der Entminungsdienst alarmiert wurde. Nach Sicherung des Geländes begannen die Spezialisten um 13.30 Uhr mit der Entschärfung. In weniger als einer halben Stunde konnten sie das Kriegsrelikt erfolgreich unschädlich machen.
Die Polizei veranlasste die Evakuierung mehrerer Häuser im Umkreis von 750 Metern und verhängte ein Betretungsverbot für einen Radius von 350 Metern um die Fundstelle. Insgesamt mussten rund 50 Personen ihre Wohnungen verlassen. Bürgermeister Rudolf Hofbauer stellte den großen Sitzungssaal des Rathauses als vorübergehende Unterkunft zur Verfügung: „Er diente als Anlaufstelle für all jene, die nicht nach Hause konnten. Es gab dort auch warmen Tee.“
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Verkehrsbehinderungen
Der Zugverkehr auf der Südbahnstrecke zwischen Krieglach und Mürzzuschlag wurde eingestellt. Während Fernzüge an der Sperrung warten mussten, was zu Verzögerungen führte, richteten die ÖBB für Regionalverbindungen einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein. Trotz der Verspätungen blieb die Stimmung unter den Reisenden teilweise entspannt. „Es gab sogar freie Getränke“, berichteten Fahrgäste.
Auch der Verkehr auf der Semmeringer Schnellstraße (S6) kam zeitweise zum Erliegen. Die Behörden sperrten zudem den Luftraum über dem Gefahrenbereich.
Ähnlicher Vorfall
Ein vergleichbarer Vorfall ereignete sich erst vor wenigen Monaten im benachbarten Krieglach. Dort stießen Arbeiter im Sommer 2024 bei Fernwärmegrabungen auf insgesamt 62 Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Auch damals musste der Bahnverkehr kurzzeitig unterbrochen werden.