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Bürokratiefalle

8.600 Euro oder Abschiebung: Studentin kämpft in Wien um ihre Zukunft

8.600 Euro oder Abschiebung: Studentin kämpft in Wien um ihre Zukunft
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Traum, ein Studienplatz, eine Frist – und eine Summe, die alles entscheiden könnte. Anhs Zukunft in Österreich hängt an einem Finanznachweis.

Anh sah sich kurz nach ihrer Ankunft in Österreich mit einem bürokratischen Hindernis konfrontiert, das ihre gesamte Lebensplanung in Frage stellt. Die finanziellen Voraussetzungen für einen Studenten-Aufenthaltstitel drohen, ihre akademische Zukunft zu zerstören, bevor sie richtig begonnen hat.

Bürokratische Hürden

Als Anh im Dezember 2025 als Au-pair aus Vietnam nach Österreich einreiste, war ihr nicht bewusst, welche aufenthaltsrechtlichen Anforderungen auf sie zukommen würden. Um an einer Hochschule in Wiener Neustadt studieren zu können, musste sie ihren Wohnsitz nach Wien verlegen und dort bei der zuständigen Behörde MA35 einen Studenten-Aufenthaltstitel beantragen.

Die Wiener Magistratsabteilung für Einwanderung und Staatsbürgerschaft verlangt von Drittstaatsangehörigen einen Finanznachweis von mehr als 8.600 Euro – und das ohne Berücksichtigung von mietfreiem Wohnen als Abzugsposten. Für eine Aufenthaltsbewilligung „Student“ müssen Studierende bis zum 24. Lebensjahr laut österreichischer Bundesregierung für das Jahr 2025 monatlich 703,58 Euro nachweisen, was einem Jahresbetrag von rund 8.443 Euro entspricht, wobei Unterkunftskosten über 376,27 Euro pro Monat sowie Krankenversicherungskosten zusätzlich nachzuweisen sind. Da Anh gesetzlich nicht arbeiten darf, solange über ihren Antrag noch nicht entschieden ist, steht sie vor einem kaum lösbaren finanziellen Problem.

Drohende Abschiebung

Die MA35 hat dem Paar eine Frist bis zum 9. September gesetzt, um den erforderlichen Nachweis zu erbringen. Anhs Freund, der selbst Student ist, kann die geforderte Summe nicht alleine aufbringen. „Sonst wird das Visum abgelehnt. Sie verliert den Studienplatz und muss zurück nach Vietnam“, bangt er.

In dieser Lage setzen die beiden darauf, die benötigten Mittel durch Spendenaufrufe zusammenzubringen – als vorerst einzigen Ausweg aus der misslichen Situation.

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KO KOSMO-Redaktion
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