Wenn die Bühne des Eurovision Song Contest (ESC) zur kulturellen Schnittstelle zwischen den Kontinenten wird, darf ein Land trotz seiner geografischen Entfernung nicht fehlen: Australien. Dieses Jahr schickt der fünfte Kontinent das musikalische Duo Electric Fields ins Rennen, das mit seinem Song „One Mikali (One Blood)“ die ESC-Bühne bereichern wird.

Vom Land der Kängurus und des Great Barrier Reef an die Spitze der europäischen Musikcharts – eine Reise, die für viele Europäer überraschend kommt. Doch der Grund dafür ist die ungebrochene Begeisterung der Australier für das europäische Musikspektakel. Seit 1983 überträgt der Sender SBS die Gesangs- und Glitzerfeier, und mit jedem Jahr wächst die Fangemeinde. Die Faszination für den ESC in Australien ist vergleichbar mit dem europäischen Fußballfieber und zeigt, dass Musik keine Grenzen kennt.
Unerwartetes Dauergastspiel
Mit einem Debüt, das eigentlich als einmaliger Auftritt gedacht war, hat sich Australien fest in die Herzen der ESC-Fans gesungen. Guy Sebastian belegte 2015 mit „Tonight Again“ einen beachtlichen fünften Platz und markierte den Beginn einer unerwarteten ESC-Liebesgeschichte. Die Australier blieben dem Wettbewerb treu und landeten fünfmal in den Top 10, wobei der zweite Platz von Dami Im im Jahr 2016 mit ihrer Ballade „Sound of Silence“ einen Höhepunkt darstellte. Eine solche Erfolgsgeschichte beweist einmal mehr, dass das Eurovision Song Contest nicht nur ein Event für Europa ist, sondern eine Bühne für die ganze Welt.
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Zeitverschiebung & Entfernungen
Sollte Electric Fields die Trophäe für Australien erringen, stünde das Land jedoch vor einer logistischen Herausforderung: Australien käme aufgrund der immensen Zeitverschiebung und Entfernung nicht als Austragungsort in Frage. Stattdessen würde ein europäisches Land die Ehre der Gastgeberschaft übernehmen. Die Chancen darauf sind allerdings gering, da das Duo derzeit nur auf Platz 24 der Buchmacherlisten für den Eurovision-Sieg liegt.