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Zwei Täter

13-Jährige vergewaltigt: Mutter des 17-Jährigen saß im Nebenzimmer

13-Jährige vergewaltigt: Mutter des 17-Jährigen saß im Nebenzimmer
FOTO: iStock/doble-d
3 Min. Lesezeit |

Zwei junge Männer mit serbischen Wurzeln stehen im Zentrum schockierender Vorwürfe. Ein schwerer Fall von Missbrauch einer 13-Jährigen wird erneut vor Gericht verhandelt und ruft düstere Erinnerungen an das tragische Schicksal der jungen Leonie hervor. Am Wiener Landesgericht fand nun die Verhandlung statt. Während einer der Männer seine Scham und Reue ausdrückte, beharrte der andere auf seiner Unwissenheit über das wahre Alter des Mädchens. Die dramatischen Ereignisse lösen eine hitzige Debatte über Strafmaße und Gerechtigkeit aus.

Ein Geständnis und ein Leugner

Am 26. November 2022 soll das schreckliche Verbrechen stattgefunden haben. Ein 17-Jähriger und sein 23-jähriger Komplize sollen das junge Mädchen mit Drogen geködert und dann in ihrer Wohnung ausgenutzt haben. Schockierende Aufnahmen auf TikTok zeigen, wie das Opfer immer berauschter wurde, während sich die Männer ihr nähern. Ein DNA-Gutachten bestätigt den sexuellen Missbrauch. Der ältere der beiden Angeklagten gab vor Gericht zu: „Ich schäme mich, mit einem Kind geschlafen zu haben.“ Eine Aussage, die der Staatsanwalt nicht glaubt: „Sie wiegt wenig über 30 Kilo, ist magersüchtig.“

Sein mittlerweile 19-jähriger Mitangeklagter, hat bereits Vorstrafen wegen Raub, Verkehrsunfällen unter Drogeneinfluss, Bestellbetrügereien und Urkundenfälschungen. Er weist die Schuld von sich und beharrt darauf, das Alter des Mädchens nicht gekannt zu haben. Die Anklage hält dagegen: Trotz des Make-ups war das Kind als solches erkennbar und soll ihnen auch ihr wahres Alter genannt haben.

Mutter des Jüngeren ebenfalls angeklagt

Im Nebenzimmer saß die Mutter eines jungen Angeklagten, die ebenfalls als Beschuldigte behandelt wurde. Die Anklage lautet auf Falschaussage bei der Polizei, da sie angab, den Zweitangeklagten nicht zu kennen, obwohl er seit Jahren ein enger Freund ihres Sohnes war. Der Staatsanwalt informierte die Schöffen darüber, dass sie der Polizei gegenüber von einem „Mohamed aus dem Park“ sprach, der angeblich kein Mobiltelefon besaß.

Schwester ortete Handy

Die entsetzliche Situation kam ans Licht, als die ältere Schwester des Opfers dieses mittels Handyortung fand und an die Wohnungstür hämmerte. Das Mädchen befand sich in einem kritischen Zustand, wie die Schwester berichtet: „Sie zitterte am ganzen Körper und konnte nicht einmal ihre Schuhe selbst anziehen.“ Diese Worte malen ein Bild des Grauens und der Verzweiflung.

Milde Urteile

Das Gericht verhängte Urteile, die in der Öffentlichkeit für Diskussion stehen: Zwei Jahre Haft für beide Angeklagten. Der ältere Täter, der bereits eine Haftstrafe verbüßt, akzeptierte sein Urteil sofort. Der jüngere erhält eine teilbedingte Strafe. Zusätzlich muss er wegen früherer Strafen fünf Monate absitzen, insgesamt also 13 Monate. Sein Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig, da er sich Bedenkzeit erbat. Der Staatsanwalt kritisierte die Verteidigung des Jüngeren scharf und nannte sie „absurd“ und den Angeklagten „unbelehrbar“. Seine unbescholtene Mutter erhält sechs Monate bedingt wegen falscher Zeugenaussage.

Mag. Haris Dzidic
Mag. Haris Dzidic
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KO KOSMO-Redaktion
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