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Österreich

Nachfrage nach Mietwohnungen treibt Preise um 11 Prozent in die Höhe

Nachfrage nach Mietwohnungen treibt Preise um 11 Prozent in die Höhe
(FOTO: BKA/Dunker/iStock/filmfoto)
2 Min. Lesezeit |

Eine wachsende Zahl von Personen, die ursprünglich den Kauf eigener Immobilien anstrebten, sehen sich nun im Mietsektor um. Dies führt zu einem starken Anstieg der Nachfrage nach Mietwohnungen, was wiederum die Preise in die Höhe treibt.

Der Mietwohnungsmarkt in Österreich erlebt derzeit eine starke Preissteigerung. Zwischen dem ersten Quartal 2023 und dem ersten Quartal 2024 sind die Mietpreise in Städten wie Wien, Linz und Klagenfurt um elf Prozent gestiegen. In Bregenz und Innsbruck verzeichneten die freien Mieten Zuwächse von zehn bzw. neun Prozent, während Salzburg einen Anstieg von fünf Prozent erlebte. In Graz, Eisenstadt und St. Pölten hingegen blieben die Mietpreise weitgehend stabil.

Ursprünglich Eigenheim

Diese Preissteigerungen sind eine direkte Folge der hohen Nachfrage nach Mietwohnungen. Viele Menschen, die ursprünglich ein Eigenheim erwerben wollten, weichen auf den Mietmarkt aus. Zuwanderung und die Zunahme von Single-Haushalten verstärken den Druck auf den Markt zusätzlich. Die Folge ist ein deutliches Anziehen der Mietpreise in den meisten österreichischen Städten.

Mietpreisentwicklung

Die Daten über die Mietpreisentwicklung stammen größtenteils von Immobilienportalen, da es keine amtlichen Preisdaten für Mietwohnungen gibt. Angebotspreise von Plattformen sind die einzigen verfügbaren Daten zu Neuvermietungen. Diese Preise sind oft hoch, besonders im höherpreisigen Segment, wo es Verhandlungsspielraum gibt. Trotzdem bieten sie einen klaren Hinweis auf die aktuelle Markttendenz.

Laut Holger Bonin vom Institut für Höhere Studien sind die Mieten seit 2020 um insgesamt 17 Prozent gestiegen. Bonin spricht sich für gezielte Unterstützungsleistungen für einkommensschwache Mieter aus. Er betont die Notwendigkeit, die Bauleistung zu steigern und Wohnstandards zu reduzieren, um die Kosten zu senken. Er schlägt vor, die Ausstattung von Wohngebäuden und die Anzahl der Pkw-Stellplätze zu überdenken.

Aktuelle Marktlage

Aufgrund der aktuellen Marktlage und geringen Neubautätigkeit wird mit weiteren Preissteigerungen gerechnet. Indexanpassungen erfolgen erst nachträglich, selbst wenn die Inflation aktuell wieder zurückgeht. Die geringe Neubauleistung verschärft die Situation zusätzlich. „Billiger wird es nicht werden“, resümiert Bonin.

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KO KOSMO-Redaktion
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