In der heutigen Zeit, wo Streaming-Dienste wie Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video weit verbreitet sind, stellt die Einführung der neuen ORF-Haushaltsabgabe eine zusätzliche finanzielle Belastung dar.

Seit Beginn des Jahres müssen fast alle Haushalte in Österreich eine monatliche Gebühr zahlen, und das unabhängig davon, ob sie ein Fernseh- oder Radiogerät besitzen oder nicht. Besonders in Oberösterreich beträgt diese Gebühr 15,30 Euro im Monat – eine beachtliche Summe für diejenigen, die bereits die steigenden Kosten für den Lebensunterhalt spüren.
Finanzielle Belastung nur der Anfang
Thomas Berghuber, der Geschäftsführer der Schuldnerberatung Oberösterreich, zeigt in einem Gespräch auf, vor welchen Herausforderungen sein Beratungsteam immer häufiger steht. Es geht darum, Lösungen für Menschen zu finden, die ihren gewohnten Lebensstandard nicht mehr aufrechterhalten können, da die Ausgaben ständig steigen. Lebenshaltungskosten, Medienkonsum und die neue Abgabe bilden für viele eine belastende Kombination.
Mehr Beratungsbedarf denn je
Die staatlich anerkannte Schuldnerberatung Oberösterreich berichtet von einem Anstieg der Beratungsnachfragen um 17 Prozent im vergangenen Jahr. Mit Standorten in Linz, Wels, Steyr, Ried und Vöcklabruck bietet das Team professionelle Hilfe an. Die Unterstützung reicht von individueller Beratung bis zur Vertretung vor Gericht bei einer Privatinsolvenz.
Die Hemmschwelle sinkt
Ein weiterer Trend ist die abnehmende Hemmschwelle, sich an die Schuldnerberatung zu wenden. Die Organisation, die Teil der ASB Schuldnerberatungen ist und vom Sozialressort des Landes unterstützt wird, setzt sich für die Entstigmatisierung dieser Dienstleistung ein. Mit dem Ziel, jährlich über 10.000 Beratungsgespräche zu führen, erreicht die Schuldnerberatung ein weites Spektrum an klientelen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten.