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Bildungssystem

Ärztekammer fordert „Gesundheitsbildung“ als Schulfach

Ärztekammer fordert „Gesundheitsbildung“ als Schulfach
FOTO: ÄK Wien/Anna Rauchenberger/iStock/Wavebreakmedia
2 Min. Lesezeit |

Die Österreichische Ärztekammer fordert die Einführung eines eigenen Schulfachs „Gesundheitsbildung“, um die Gesundheitskompetenz von Kindern frühzeitig zu stärken. Neben dieser Forderung plädiert die ÖÄK für eine Weiterentwicklung der e-Card, eine bundesweite Gesundheitsvorsorge und Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Ärzte.

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) präsentierte gut 50 Tage vor der Nationalratswahl ihre zentrale Forderungen und Lösungen. Präsident Johannes Steinhart betonte die Bedeutung der Gesundheitsversorgung und forderte umfassende Reformen. Eine zentrale Forderung ist die Einführung eines eigenen Schulfachs „Gesundheitsbildung“.

Neues Schulfach

Steinhart erläuterte, dass die Gesundheitskompetenz bereits in frühen Lebensphasen gestärkt werden müsse. Das neue Schulfach solle Kindern ab dem Volksschulalter wichtiges Gesundheitswissen vermitteln. Prävention sei entscheidend, um Krankheiten zu vermeiden und die Lebensqualität zu verbessern.

Die Ärztekammer verwies auf das erfolgreiche Projekt „Med4School“, das Schülern Gesundheitswissen vermittelt. Dieses Projekt zeigt, wie effektiv Gesundheitsbildung in der Praxis sein kann. Zudem unterstrich Steinhart die Notwendigkeit, die Prävention in allen Bereichen des Gesundheitswesens zu verankern.

Weiterentwicklung der e-Card

Neben der Einführung des Schulfachs fordert die ÖÄK auch eine Weiterentwicklung der e-Card zu einer digitalen Gesundheitsvorsorgekarte. Ein bundesweites Gesundheitsvorsorgeprogramm mit Anreizsystemen soll individuell an alle Altersgruppen angepasst werden. Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung langfristig auf Top-Niveau abzusichern und auszubauen.

Wohin mit den Patienten?

Ein weiteres Thema der Pressekonferenz war die Lenkung der Patientenströme. Steinhart betonte die Bedeutung einer verbindlichen Patientenlenkung durch die neue Bundesregierung. Diese Maßnahme soll die Spitäler entlasten und die bestmögliche ärztliche Betreuung der Patienten sicherstellen.

Steinhart sprach sich auch gegen die Konzernisierung der medizinischen Versorgung aus. Er warnte vor einer möglichen Verschlechterung der Versorgung durch kommerzielle Vorgaben. Die Ärzte müssten ihre Patienten nach medizinischen Kriterien behandeln können, ohne Einfluss von Betriebswirten und Controllern.

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Flexible Arbeitszeiten

Abschließend hob Steinhart die Bedeutung der Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Ärzte hervor. Flexible Arbeitszeitmodelle und Teilzeitoptionen seien notwendig, um die Attraktivität des Arztberufs zu steigern. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Ärztemangel zu bekämpfen und die medizinische Versorgung zu sichern.

Quelle: OTS

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KO KOSMO-Redaktion
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