Die USA setzen auf die nächste Generation der Luftüberlegenheit. Boeing sichert sich den Auftrag für den F-47-Jet, während Lockheed Martin leer ausgeht.
Einführung des NGAD-Programms
Die Ankündigung der Einführung einer neuen Generation von Kampfjets durch die USA markiert einen bedeutenden Schritt in der militärischen Luftfahrt. Unter dem Namen „Next Generation of Air Dominance“ (NGAD) wird das Programm von US-Präsident Donald Trump vorangetrieben. Verteidigungsminister Peter Hegseth hebt hervor, dass es weltweit nichts Vergleichbares gebe. Der neue F-47-Jet, entwickelt von Boeing, soll die Lufthoheit der USA sichern.
Boeing erhielt den Auftrag, während Lockheed Martin, bekannt für den F-35, leer ausging. Deutschland hat sich bereits 35 dieser F-35-Jets gesichert. Trump sprach von einem intensiven Wettbewerb unter den Herstellern. Der F-47 soll den in die Jahre gekommenen F-22 ersetzen, der seit den 1980er Jahren im Einsatz ist.
Details zum F-47-Jet
Details über den F-47 sind rar. Trump betonte jedoch, dass der Jet „praktisch unsichtbar“ sein und über außergewöhnliche Manövrierfähigkeit verfügen werde. Er sei auch für den Einsatz mit Kampfdrohnen geeignet. Hegseth erklärte, das Flugzeug sende eine deutliche Botschaft an Verbündete und Gegner, dass die USA ihre globale Macht demonstrieren werden.
Finanzielle Aspekte
Über die finanziellen Aspekte des Boeing-Auftrags schweigt Trump aus Sicherheitsgründen. Dennoch schätzt die Finanzbehörde des US-Kongresses die Kosten eines Jets auf bis zu 300 Millionen Dollar, was die Kosten anderer Flugzeuge der US-Luftwaffe übersteigt.
Das NGAD-Programm war 2024 wegen hoher Kosten gestoppt worden. Doch unter Trumps Führung, trotz Einsparungen bei Bundesbehörden, werden nun erhebliche Mittel bereitgestellt. Joseph Kunkel von der US-Luftwaffe betonte kürzlich, dass das NGAD-Programm alternativlos sei, da Lufthoheit weiterhin entscheidend bleibe.
Boeings Herausforderungen
Für Boeing kommt der F-47-Auftrag zur rechten Zeit, nachdem das Unternehmen mit Sicherheitsproblemen und Streiks zu kämpfen hatte. Nach einem Verlust von 11,8 Milliarden Dollar und einem Umsatzrückgang von 14 Prozent im Vorjahr könnte der neue Jet in den 2030er-Jahren einsatzbereit sein.