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Immobilienunternehmer: Ex-Kanzler Kurz gründet Firma

Immobilienunternehmer: Ex-Kanzler Kurz gründet Firma
(FOTO: EPA/Christian Bruna)
2 Min. Lesezeit |

Sebastian Kurz, der ehemalige Bundeskanzler Österreichs, erweitert sein unternehmerisches Portfolio. Nach seinem Rückzug aus der Politik hat der frühere ÖVP-Spitzenpolitiker in mehrere Unternehmen investiert – darunter das israelische Cybersecurity-Start-up Dream, das mittlerweile mit über einer Milliarde Dollar bewertet wird. Nun hat Kurz auch eine eigene Immobilienfirma gegründet.

Die am 28. Februar in der niederösterreichischen Gemeinde Burgschleinitz ins Firmenbuch eingetragene „SK Liegenschaftsbeteiligungs GmbH“ befindet sich vollständig im Besitz der ebenfalls von Kurz kontrollierten SK Beteiligungs GmbH. Beide Gesellschaften stehen unter der Leitung des 38-Jährigen, wie der Spiegel berichtet. Laut Gründungsurkunde dient das neue Unternehmen dem „Ankauf und Verkauf sowie dem Halten und Verwalten von Liegenschaften und Vermögen“. Das Stammkapital beträgt 10.000 Euro.

Hintergründe der Gründung

Die Neugründung wirft Fragen auf, ob Kurz seine Aktivitäten im Immobiliensektor weiter ausbauen möchte. In der Vergangenheit war er unter anderem als Berater für den mittlerweile in Verruf geratenen Signa-Gründer René Benko tätig – und erhielt dafür laut Berichten Millionenhonorare. Ein Sprecher von Kurz bestätigte dem Spiegel die Gründung der SK Liegenschaftsbeteiligungs GmbH, bezeichnete diese jedoch als reines „Vehikel für passive Investments“.

Während sich Kurz zunehmend unternehmerischen Tätigkeiten widmet, bleibt seine politische Vergangenheit Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen. Vor etwas mehr als einem Jahr wurde er wegen Falschaussage im Ibiza-Untersuchungsausschuss zu einer bedingten Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt. Dieses Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig; die Berufungsverhandlung ist für den 26. Mai angesetzt.

Rechtliche Herausforderungen

Darüber hinaus ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) im Rahmen der sogenannten „ÖVP-Inseraten-Affäre“ gegen Kurz und sein Umfeld. Die Vorwürfe reichen von Untreue über Bestechung bis hin zu Bestechlichkeit. Sebastian Kurz bestreitet sämtliche Anschuldigungen – es gilt die Unschuldsvermutung.

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KO KOSMO-Redaktion
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