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Gesundheitsrisiko

Tödlicher Furz? Frau kämpft seit 7 Jahren mit mysteriöser Infektion

Tödlicher Furz? Frau kämpft seit 7 Jahren mit mysteriöser Infektion
(FOTO: iStock)
5 Min. Lesezeit |

**Ein Furz mit Folgen: Seit sieben Jahren kämpft eine Frau mit Nasennebenhöhlenentzündungen. Die Ursache vermutet sie in einem pikanten Zwischenfall im Hotelzimmer.**

Zwischenmenschliche Beziehungen bringen mitunter kuriose Herausforderungen mit sich – besonders wenn es um körperliche Funktionen geht. Flatulenzen sind ein Thema, das viele Paare unterschiedlich handhaben. Für Christine Connell hatte die ungezwungene Herangehensweise ihres Partners jedoch **ungeahnte gesundheitliche Folgen**: Sie leidet seit Jahren unter Nasennebenhöhlenentzündungen und Gesichtsschmerzen, nachdem ihr Freund in ihrer Gegenwart Blähungen hatte, wie die „Sun“ berichtet.

In einem TikTok-Video schilderte Christine den Vorfall: „Ich kämpfe mit einer hartnäckigen Nasennebenhöhlenentzündung, seit wir nach meiner Knöchel-Operation in einem Hotel übernachtet haben und er fürchterlich gefurzt hat.“ Sie befand sich mit hochgelagertem Knöchel im Bett, während ihr Partner sich entkleidete. **“Er stand unbekleidet zwischen den Betten, mit dem Hintern in meine Richtung – genau in diesem Moment passierte es“**, erklärte sie. Christine betonte dabei: „Er wollte mir nicht absichtlich ins Gesicht furzen, er war gerade dabei, ins Bett zu kommen, und mein Gesicht befand sich zufällig in der Flugbahn.“ Die Auswirkungen waren für sie unmittelbar spürbar – sie konnte kaum atmen und empfand den Geruch als unerträglich.

@christinexploring

Die Reise-Bloggerin führt ihre anhaltenden Beschwerden auf jene verhängnisvolle Nacht zurück. Während sie nach einer Knieoperation im Hotelbett lag, entwich ihrem sich umziehenden Partner ein Luftstoß. Seit diesem Ereignis vor sieben Jahren plagen sie wiederkehrende Nebenhöhlenprobleme. Den Zusammenhang zwischen ihren Gesundheitsbeschwerden und dem Vorfall stellte sie allerdings erst her, nachdem Ärzte eine Probe aus ihrer Nase entnommen hatten.

**Anhaltende Beschwerden**

Seit diesem Vorfall leidet Christine unter permanenten Sinusinfektionen mit Gesichtsschmerzen, verstopfter Nase, grünlichem Auswurf und Fieberschüben. Trotz zahlreicher Untersuchungen und Konsultationen bei vier verschiedenen HNO-Spezialisten blieb die Ursache lange im Dunkeln. Erst eine Kulturprobe brachte Klarheit: **“Es ist E.coli“**, erklärte Christine. „Normalerweise gelangen keine Kolibakterien in die Nebenhöhlen, da diese Bakterien aus Fäkalien stammen“, führte sie aus. „Ich kann mir nicht erklären, wie sie in meine Nebenhöhlen gekommen sind – es sei denn, man hat einen Partner, der ekelhaft furzt, und man muss es einatmen, weil man nach einer Knöchel-OP bewegungsunfähig ist.“

Sinusinfektionen sind Entzündungsprozesse in den Nasennebenhöhlen, die sich auf Wangen und Stirnbereich erstrecken können und häufig nach Erkältungen oder Grippewellen auftreten. Virale Infektionen klingen meist innerhalb weniger Wochen von selbst ab, während bakterielle oder pilzbedingte Entzündungen einen längeren Verlauf nehmen können.

Escherichia coli – kurz E.coli – bezeichnet eine Bakteriengruppe, die üblicherweise harmlos im Darm lebt. Bestimmte Stämme können jedoch Erkrankungen auslösen, vorwiegend im Darm- und Harntrakt. Infektionen entstehen durch die Aufnahme mikroskopisch kleiner Bakterien aus Fäkalien – sei es durch kontaminierte Nahrungsmittel und Getränke, durch Berührung keimbelasteter Oberflächen oder mangelnde Handhygiene nach dem Toilettengang.

„Unter anderen Umständen, wenn ich gesund gewesen wäre, wäre es vermutlich nicht passiert. Ich glaube, mehrere Faktoren kamen zusammen, die dies ermöglichten.“ Christine räumte jedoch ein, dass ihr ungewöhnlicher Fall „definitiv selten“ sei. In der Kommentarspalte ihres Videos gab sie zu bedenken, dass die Darmbakterien auch auf anderem Wege in ihre Nebenhöhlen gelangt sein könnten, beispielsweise während ihrer kürzlich erfolgten Operation.

**Medizinische Einschätzung**

Eine Kommentatorin wies darauf hin, dass E.coli ein bekannter Auslöser für nosokomiale Sinusitis sei – also Nasennebenhöhlenentzündungen, die im Krankenhaus erworben werden. „Diese Infektionen treten häufig nach medizinischen Eingriffen wie nasaler Intubation oder dem Einsetzen einer nasogastralen Sonde auf“, erläuterte sie. Ein weiterer Nutzer kommentierte: **“Der Freund meiner Bekannten hat ihr buchstäblich ins Gesicht gefurzt und dadurch eine Augeninfektion sowie eine bakterielle Infektion an einer offenen Zyste verursacht. Sie musste operiert werden.“**

Franklin Joseph, Facharzt und Leiter der Dr. Frank-Klinik, äußerte sich gegenüber der „Sun“ skeptisch: „Die Vorstellung, dass jemand durch Flatulenzen eine Nasennebenhöhlenentzündung entwickelt, ist aus wissenschaftlicher Sicht äußerst unwahrscheinlich.“ Er erklärte weiter: „E.coli ist ein Bakterium, das natürlicherweise im Darm vorkommt und typischerweise durch verunreinigte Nahrung, Wasser oder direkten Kontakt mit Fäkalien übertragen wird – nicht aber über die Luft, wie bei Blähungen. Das Gas selbst enthält keine Bakterien.“ Damit E.coli in die Nebenhöhlen gelangen könnte, bräuchte es einen direkten Übertragungsweg, etwa über den Blutkreislauf oder durch kontaminierte Hände oder Gegenstände, die mit den Nasengängen in Kontakt kommen – nicht durch das Einatmen von Darmgasen in einem Hotelzimmer.

„Dennoch ist es zwar selten, aber nicht unmöglich, E.coli in den Nebenhöhlen nachzuweisen.“ Bei Personen mit geschwächtem Immunsystem, nach Verletzungen oder bei mangelhafter Hygiene könnten ungewöhnliche Bakterien gelegentlich in Körperregionen vordringen, in denen sie normalerweise nicht vorkommen, so der Mediziner.

„Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Nasennebenhöhlenentzündung dieser Patientin eine konventionellere Ursache hatte – und der E.coli-Befund ein überraschender Nebenbefund war und nicht der eigentliche Auslöser.“

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KO KOSMO-Redaktion
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