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Kartellstrafe

Kartell aufgeflogen: 329 (!) Millionen Strafe für diesen Lieferdienst

Kartell aufgeflogen: 329 (!) Millionen Strafe für diesen Lieferdienst
(Foto: iStock)
1 Min. Lesezeit |

Die Europäische Kommission hat den deutschen Essenslieferdienst Delivery Hero und dessen spanische Tochtergesellschaft Glovo mit einer Rekordstrafe von insgesamt 329 Millionen Euro belegt. Der Grund: jahrelange wettbewerbswidrige Absprachen.

Auf Delivery Hero entfallen dabei 223 Millionen Euro, während Glovo mit 106 Millionen Euro zur Kasse gebeten wird. Beide Unternehmen haben ihre Vergehen eingestanden und einem Vergleich zugestimmt, was ihnen immerhin eine Strafminderung von zehn Prozent einbrachte.

Wettbewerbsverzerrende Praktiken

Nach Erkenntnissen der Kommission hatten die beiden Lieferdienste über vier Jahre hinweg systematisch vertrauliche Informationen ausgetauscht, um Mitbewerber vom lukrativen Markt für Lebensmittellieferungen fernzuhalten. Die Unternehmen teilten unter sich geografische Märkte auf und vereinbarten, sich gegenseitig keine Führungskräfte abzuwerben.

Diese Praktiken haben laut EU-Kommission „die beruflichen Chancen der Beschäftigten eingeschränkt und den Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte verzerrt“. Bemerkenswert: Die Abwerbeverbote betrafen ausschließlich Verwaltungspersonal und Führungskräfte – Kuriere waren davon nicht betroffen.

EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera betonte die Signalwirkung dieser Entscheidung.

Es ist das erste Mal, dass die Europäische Union Unternehmen wegen sogenannter „No-Poach“-Vereinbarungen mit Strafen belegt.

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KO KOSMO-Redaktion
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