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Gesundheitsrisiko

Drei Liter täglich: Arzt entfernt 35 würfelförmige Nierensteine (VIDEO)

Drei Liter täglich: Arzt entfernt 35 würfelförmige Nierensteine (VIDEO)
FOTO: iStock/pasicevo/instagram/drthalesandrade
3 Min. Lesezeit |

Was täglich in Ihrem Glas landet, könnte schmerzhafte Folgen haben. Ein brasilianischer Urologe entfernte einem Cola-Liebhaber 35 Nierensteine aus der Blase.

Der übermäßige Konsum von Softdrinks und Limonaden sollte vermieden werden. Diese Getränke enthalten meist zu viel Zucker sowie künstliche Farb- und Konservierungsstoffe. Die gesundheitlichen Folgen reichen von Karies über Gewichtszunahme bis hin zu Diabetes – alles vermeidbare Risiken. Besonders besorgniserregend ist jedoch eine weitere mögliche Konsequenz: Nierensteine, deren Behandlung in schweren Fällen einen chirurgischen Eingriff erfordert.

Nierensteine entstehen, wenn bestimmte Substanzen im Urin – darunter Kalzium, Natrium, Oxalat und Harnsäure – ihr Gleichgewicht verlieren. Bei zu hoher Konzentration dieser Partikel und unzureichender Flüssigkeitszufuhr bilden sich Verklumpungen und Kristalle, aus denen schließlich Steine entstehen. Die Größe variiert erheblich – von reiskornklein bis golfballgroß. Männer sind häufiger betroffen als Frauen, wobei grundsätzlich gilt: Je größer der Stein, desto ausgeprägter die Symptomatik.

Der Körper versucht, gebildete Nierensteine über den Urin auszuscheiden. Während kleinere Steine problemlos passieren können, bleiben größere häufig stecken. Dies führt zu einem Urinrückstau mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, stechenden Schmerzen und einer eingeschränkten Filterfunktion der Nieren. Charakteristisch sind intensive Schmerzen im unteren Rückenbereich, die minutenlang oder über Stunden anhalten können. In solchen Fällen ist ein operativer Eingriff unumgänglich.

Typische Anzeichen für Nierensteine umfassen starke Schmerzen im unteren Rückenbereich beiderseits, anhaltende Magenschmerzen, Blutbeimengungen im Urin, kalte Schweißausbrüche, Übelkeit oder Erbrechen, Fieber mit Schüttelfrost sowie übel riechenden oder trüben Urin.

Cola als Risikofaktor

Die in Limonaden – besonders in Cola – enthaltene Phosphorsäure führt zu einer Übersäuerung der Nieren, wodurch ideale Bedingungen für die Steinbildung entstehen. Zusätzlich wirkt das in vielen dieser Getränke enthaltene Koffein harntreibend, was zur Dehydrierung beiträgt und das Risiko für Nierensteine weiter erhöht.

Der brasilianische Urologe Dr. Thales Andrade warnt in einem Instagram-Video eindringlich vor den Gefahren exzessiven Konsums. Er berichtet von einem Patienten, der täglich drei Liter Coca-Cola trank und dem er 35 Nierensteine aus der Blase entfernen musste.

Prävention wirkt

Die Bildunterschrift des Videos erläutert den Entstehungsmechanismus: „Der übermäßige Konsum von Erfrischungsgetränken, die reich an Phosphorsäure und Zucker sind, begünstigt die Bildung von Oxalat- und Kalziumphosphat-Ablagerungen in den Nieren und der Blase. Neben einer geringen Wasseraufnahme sind eine Übersäuerung des Urins, eine erhöhte Kalziumausscheidung und erhöhte Oxalatwerte Faktoren, die das Risiko von Nierensteinen erhöhen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und der Verzicht auf übermäßigen Konsum von Erfrischungsgetränken sind eine wichtige Präventionsmaßnahme. Die Gesundheit der Nieren beginnt mit der täglichen Auswahl dessen, was wir trinken.“

Es gibt jedoch auch ermutigende Erkenntnisse: Eine Reduktion des Konsums zeigt messbare Effekte.

Eine Studie belegt, dass bei Patienten mit Nierensteinen das Risiko einer erneuten Steinbildung um 15 Prozent sinkt, wenn sie auf Limonaden verzichten – insbesondere auf solche mit Phosphorsäure.

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KO KOSMO-Redaktion
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