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Krise

Versprochen, nicht geliefert? Trump unter Druck wegen Epstein-Enthüllungen

Versprochen, nicht geliefert? Trump unter Druck wegen Epstein-Enthüllungen
FOTO: EPA/KEN CEDENO
3 Min. Lesezeit |

Nach dem Epstein-Memorandum brodelt es in Trumps Basis. Der US-Präsident ruft seine Anhänger zur Ordnung und verteidigt seine Justizministerin gegen wachsende Kritik.

US-Präsident Trump hat seine Anhängerschaft dazu aufgerufen, die Kritik an seiner Regierung im Zusammenhang mit der Jeffrey-Epstein-Affäre einzustellen. „Was ist mit meinen ‚Burschen‘ und in manchen Fällen auch ‚Mädels‘ los?“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Dabei verteidigte er seine Justizministerin Pam Bondi, der er attestierte, „einen fantastischen Job“ zu machen.

In den Reihen der Trump-Unterstützer hatte sich zuletzt erheblicher Unmut breitgemacht, nachdem die Administration ein zentrales Versprechen nicht eingelöst hatte: Die vollständige Aufklärung des Skandals um den US-Milliardär Epstein, der 2019 tot in seiner Gefängniszelle in Manhattan aufgefunden wurde. Dem Investmentbanker wurde zur Last gelegt, zahlreiche Minderjährige und junge Frauen missbraucht und hochrangigen Persönlichkeiten zugeführt zu haben.

Umstrittenes Memorandum

Für Aufsehen sorgte am vergangenen Montag ein unerwartetes Memorandum von Bondi und Patel. Darin erklärten sie, dass keine belastende „Kundenliste“ gefunden worden sei und Epstein – wie bislang angenommen – Suizid im Gefängnis begangen habe. Weitere Erkenntnisse zu dem Fall lägen nicht vor. Diese Mitteilung löste im MAGA-Lager (Make America Great Again, Trumps politische Bewegung) heftige Reaktionen aus.

⇢ FBI schließt Epstein-Akte: Trumps Verbindung bleibt im Dunkeln

Teile der Trump-Anhängerschaft zweifeln an der offiziellen Darstellung zu Epsteins Tod. Auch Trump selbst gerät durch frühere Äußerungen in den Fokus der Debatte. „Wir sind in einem Team, MAGA, und mir gefällt nicht, was passiert“, fügte der Präsident an seine rechten Unterstützer gerichtet hinzu.

MAGA-Reaktionen

Justizministerin Bondi und FBI-Chef Kash Patel hatten zuvor Spekulationen angeheizt, es existiere eine geheime „Kundenliste“ Epsteins mit prominenten Namen aus der Demokratischen Partei und der Unterhaltungsindustrie. Einige Trump-Anhänger verbreiteten sogar die Verschwörungserzählung, Epstein sei von einem „tiefen Staat“ beseitigt worden.

Die Vereinigten Staaten hätten eine „perfekte Regierung“, über die weltweit gesprochen werde, beklagte der US-Präsident.

„Egoistische Menschen versuchen, ihr zu schaden, und das alles wegen eines Mannes, der nie stirbt, Jeffrey Epstein.“

Die Spannungen in der MAGA-Bewegung nach dem Epstein-Memorandum gehen jedoch noch weiter. Mehrere prominente Unterstützer äußerten in den letzten Tagen öffentlich ihre Zweifel an der offiziellen Darstellung und griffen Justizministerin Pam Bondi direkt an. Trumps entschlossene Verteidigung von Bondi als „fantastisch“ scheint direkt auf diese innerparteiliche Kritik zu reagieren.

Berichten zufolge gibt es zudem interne Konflikte im Justizministerium, insbesondere zwischen Bondi und FBI-Vizedirektor Dan Bongino, die den Riss innerhalb der Bewegung noch weiter vertiefen. Der Präsident versucht offenbar, diese wachsenden Spannungen einzudämmen und seine Anhängerschaft wieder hinter sich und seiner Regierung zu vereinen.

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KO KOSMO-Redaktion
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