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Epstein-Skandal

Epstein-Komplizin bricht ihr Schweigen: 100 Namen enthüllt

Epstein-Komplizin bricht ihr Schweigen: 100 Namen enthüllt
FOTO: EPA/WILL OLIVER/wikimedia/State of Florida
3 Min. Lesezeit |

Hinter Gefängnismauern spricht Epsteins Komplizin – nach stundenlangen Befragungen zu 100 Personen hofft ihr Anwalt nun auf Trumps Begnadigungsmacht.

Das US-Justizministerium hat die Befragung von Ghislaine Maxwell, der früheren Vertrauten des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, abgeschlossen. Laut ihrem Rechtsbeistand David Oscar Markus wurde Maxwell zu etwa hundert verschiedenen Personen befragt. Die 2022 zu 20 Jahren Haft verurteilte Maxwell verbüßt ihre Strafe derzeit in einem Bundesgefängnis in Tallahassee, Florida, nachdem sie für schuldig befunden wurde, Epstein bei der systematischen sexuellen Ausbeutung minderjähriger Mädchen unterstützt zu haben.

Nach der jüngsten Befragungssitzung im Bundesgericht von Tallahassee betonte Markus, seine Mandantin habe sämtliche Fragen von Vizejustizminister Todd Blanche „ehrlich, wahrheitsgemäß und nach bestem Wissen und Gewissen“ beantwortet. „Sie hat in keinem Fall von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht oder sich geweigert, eine Frage zu beantworten“, erklärte der Anwalt. Auf wiederholte Nachfragen zu einer möglichen Begnadigung durch den designierten US-Präsidenten Donald Trump stellte Markus klar: „Es gab weder Bitten noch Versprechen. Wir haben bislang weder mit dem Präsidenten noch mit anderen Personen über eine Begnadigung gesprochen.“

Die Befragungen mit dem stellvertretenden Justizminister dauerten insgesamt eineinhalb Tage und umfassten laut Markus „jede erdenkliche Thematik“ rund um Epsteins Netzwerk. Für den 11. August wurde Maxwell zudem vor den US-Kongress geladen, um möglicherweise erneut auszusagen. Ihr Anwalt betonte jedoch, dass noch nicht entschieden sei, ob sie dieser Ladung folgen wird.

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Trumps Verbindungen

Dennoch bezeichnete der Anwalt den 79-jährigen Republikaner als „ultimativen Dealmaker“ und verwies auf dessen präsidiale Begnadigungsbefugnis. „Wir hoffen, dass er diese Macht auf richtige und gerechte Weise ausübt.“ Trump selbst hatte zuvor erklärt, er habe eine Begnadigung Maxwells noch nicht in Erwägung gezogen. Der Fall erhält zusätzliche Brisanz durch die Verbindungen des 2019 in Haft verstorbenen Finanziers Epstein zur gesellschaftlichen Elite – darunter auch zu Trump selbst. Diese Verflechtungen haben zahlreiche Spekulationen und Verschwörungstheorien befeuert.

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Trumps Wahlkampfversprechen, weitere Akten zum Fall Epstein zu veröffentlichen, blieb bislang unerfüllt, was in den USA für Unmut sorgt – auch unter seinen eigenen Anhängern. Das Justizministerium erklärte kürzlich, es werde entgegen früherer Zusagen von Justizministerin Pam Bondi keine weiteren Dokumente in dieser Angelegenheit offenlegen. Zudem behauptete das Ministerium, eine Kundenliste von Epsteins Missbrauchsnetzwerk existiere nicht. Die US-Justizbehörden erklärten, es gebe keine glaubwürdigen Hinweise auf eine sogenannte „Kundenliste“ oder Erpressung prominenter Personen durch Epstein, was in der US-Öffentlichkeit weiterhin für Misstrauen sorgt. Inzwischen hat das Justizministerium allerdings mehr Transparenz in Aussicht gestellt.

Maxwells Berufung

Maxwells Verteidiger Markus teilte mit, seine Mandantin fechte ihre Verurteilung an. Als Begründung führte er eine frühere Zusage der Regierung an, wonach potenzielle Mitverschwörer Epsteins nicht strafrechtlich verfolgt werden sollten. Im Jahr 2008 hatte Epstein mit Bundesstaatsanwälten eine Vereinbarung getroffen, die zur Verlagerung seines Verfahrens an ein Staatsgericht in Florida führte, wo er sich schuldig bekannte.

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Maxwell wurde hingegen 2020 vor einem Bundesgericht angeklagt.

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KO KOSMO-Redaktion
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