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Urlaubsgefahr

Urlaubsfalle Griechenland: Fünf Serben bei Gasexplosion verletzt

Urlaubsfalle Griechenland: Fünf Serben bei Gasexplosion verletzt
Symbolbild FOTO: iStock
4 Min. Lesezeit |

Urlaubsschnäppchen mit fatalen Folgen: In einer illegal vermieteten Unterkunft in Griechenland kämpft ein serbischer Tourist nach einer Gasexplosion um sein Leben.

Gasexplosion in Griechenland

Eine Gasflaschenexplosion in einer nicht registrierten Ferienunterkunft im griechischen Küstenort Asprovalta hat fünf serbische Touristen verletzt, einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr. Der Vorfall ereignete sich gestern in einem Privathaus, das die Urlauber ohne Vermittlung durch ein Reisebüro oder eine offizielle Buchungsplattform angemietet hatten. Nach dem Unglück nahm die Polizei die 86-jährige griechische Eigentümerin des Hauses fest.

📍 Ort des Geschehens

Wie das Portal „Blic“ berichtet, hatten die Touristen die Unterkunft erst nach ihrer Ankunft in Asprovalta gefunden, indem sie vor Ort nach freien Zimmern fragten. „Sie waren bei Anbietern ohne Gewerbeanmeldung, die schwarz vermieten. Die Explosion geschah während der Essenszubereitung“, erklärte eine Quelle gegenüber „Blic“. Experten zufolge ist diese Praxis unter Griechenland-Urlaubern verbreitet, die auf der Suche nach günstigen Unterkünften sind – allerdings mit erheblichen Risiken.

Zeugen schildern erschütternde Szenen vom Unglücksort: „Ich sah Menschen in Panik umherrennen, die durch Glassplitter verletzt wurden“, berichtet ein Augenzeuge. Eine Anwohnerin, die den Knall hörte, ergänzt: „Ich war völlig schockiert. Draußen lagen Verletzte, es war furchtbar.“ Die beiden Schwerverletzten – ein Mann mit Verbrennungen auf 40 Prozent der Körperoberfläche und eine Frau mit Verbrennungen auf 20 Prozent – wurden ins Krankenhaus „Georgios Papanikolau“ in Thessaloniki eingeliefert.

Gefährliche Schwarzvermietung

Die illegale Vermietungspraxis, die „Blic“ vor Ort inoffiziell bestätigt wurde, thematisiert auch der örtliche Verband der Apartment- und Zimmervermieter in einem Beitrag in der Facebook-Gruppe „Besuche Asprovalta“. Der Verband betont, dass dieser Vorfall einmal mehr belege, wie gefährlich nicht registrierte Unterkünfte sein können, da sie keinen strengen Sicherheitskontrollen unterliegen.

Die griechische Polizei ermittelt gegen die festgenommene Eigentümerin wegen Verstößen gegen Sicherheitsvorschriften und das Fehlen gesetzlich vorgeschriebener Kontrollen. Das betroffene Haus hatte keine behördliche Registrierung als Ferienunterkunft und unterlag damit keinen regelmäßigen Sicherheitsinspektionen der Gasinstallationen.

„Die jüngste Gasexplosion in illegal vermieteten Zimmern, bei der fünf Touristen verletzt wurden, bestätigt auf tragische Weise, wovor wir seit Jahren warnen“, erklärt der Verband in seiner Stellungnahme. „Die Verantwortungslosigkeit im Bereich der illegalen Vermietung hat jedes Maß überschritten und gefährdet nun unmittelbar Menschenleben. Die Kontrollen konzentrieren sich auf legale Anbieter, während Schwarzvermieter unbehelligt bleiben. Wir erfüllen zahlreiche Auflagen, investieren, versichern, zahlen Steuern – die anderen erfüllen nichts davon. Am Ende schadet dies dem Ruf der gesamten Tourismusbranche unseres Landes.“

„Jeder Besitzer einer Hütte erklärt sich selbst zum ‚Hotelier‘, ohne jegliche Kontrolle und ohne Verpflichtungen. Als wären einheimische Gesetzesbrecher nicht genug, tauchen nun auch ausländische ‚Investoren‘ auf, die ihre Häuser in Ferienunterkünfte umwandeln und ebenfalls zum Nachteil legaler Anbieter arbeiten. Als Verband haben wir solche Fälle wiederholt den zuständigen Behörden gemeldet, doch unsere Appelle wurden völlig ignoriert. Diese Gleichgültigkeit führt zu gefährlichen Situationen – nicht nur für das Image des Tourismus, sondern auch für die öffentliche Sicherheit“, teilt der Verband mit und schließt: „Wir schlagen erneut Alarm. Wir fordern sofortiges Eingreifen, substanzielle und gezielte Kontrollen der illegalen Anbieter. Wir wollen keine weiteren Opfer und keine weitere Beschädigung unseres Tourismus.“

Nach Angaben griechischer Medien ist die Zahl illegal vermieteter Ferienunterkünfte in beliebten Küstenorten wie Asprovalta weiterhin hoch. Besonders in den Sommermonaten werden immer wieder Fälle von Schwarzvermietung ohne Sicherheitsstandards gemeldet, wobei die Dunkelziffer trotz behördlicher Maßnahmen kaum zurückgeht.

Sicherheitsempfehlungen

Aleksandar Senicic vom serbischen Reisebüroverband YUTA warnt seit langem, dass der einzige sichere Weg zur Buchung einer Unterkunft über Reisebüros oder vertrauenswürdige Dienste führt. „Vermeintliche Traumangebote entpuppen sich oft als Betrug. Nur lizenzierte Agenturen bieten Reisegarantien und gewährleisten rechtlichen und finanziellen Schutz“, betont er. Direktbuchungen bei Privatpersonen ohne Vertrag, Garantie und Aufsicht bedeuten in der Praxis: keine Verantwortung. Bei Unfällen wie in Asprovalta steht der Tourist meist allein da – ohne Ansprechpartner vor Ort, ohne Unterstützung in der Landessprache und ohne Aussicht auf Rückerstattung, besonders wenn das Geld vorab über dubiose Kanäle oder bar vor Ort bezahlt wurde.

Als grundlegende Empfehlung gibt YUTA eine einfache Regel: Keine Angebote ohne schriftlichen Vertrag akzeptieren und keine spontanen Buchungen vor Ort tätigen, unabhängig davon, wie günstig sie erscheinen mögen.

„Reisebüros vermitteln nicht nur Unterkünfte – sie bieten Sicherheit“, resümiert Senicic. Nach der Tragödie in

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KO KOSMO-Redaktion
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