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Ein Kilo schwer

Mysteriöser Haarklumpen im Magen – Mädchen kämpft um ihr Leben

Mysteriöser Haarklumpen im Magen – Mädchen kämpft um ihr Leben
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Ein Kilogramm schwer und 21 Zentimeter breit – was Ärzte im Magen einer 14-Jährigen entdeckten, erklärt ihre monatelangen Qualen und veränderte ihr Leben.

Die 14-jährige Erin aus Newquay litt monatelang unter heftigen Bauchschmerzen, bevor Ärzte die erschreckende Ursache entdeckten. Seit November 2024 kämpfte der Teenager mit wiederkehrenden Magenkrämpfen, die zeitweise so intensiv wurden, dass ein Schulbesuch unmöglich war.

„Die Schmerzen traten nur sporadisch auf, aber wenn sie auftraten, waren sie sehr stark, sodass sie nicht zur Schule gehen konnte“, erklärte Erins Mutter Jodie Collins (48) laut Nachrichtenportal „Metro“. Zunächst vermutete die besorgte Mutter Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Menstruationsbeschwerden als Auslöser. Doch sämtliche diagnostische Verfahren – von Ultraschalluntersuchungen bis zu weiteren Tests – lieferten keine Erklärung für die Beschwerden des Mädchens.

Als sich Erins Zustand im Mai 2025 deutlich verschlechterte, brachte ihre Mutter sie schließlich ins Krankenhaus. Erst eine MRT-Untersuchung brachte den entscheidenden Durchbruch. Die Mediziner entdeckten eine kompakte Masse im Magen der Jugendlichen und äußerten den Verdacht auf einen Trichobezoar – einen Haarballen.

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Massiver Haarballen

Diese seltene Komplikation entsteht, wenn Menschen über längere Zeit Haare verschlucken, meist unbewusst. Die Diagnose bestätigte sich auf dramatische Weise: In Erins Bauch hatte sich ein 21 Zentimeter breiter Haarballen mit einem Gewicht von etwa einem Kilogramm gebildet. Durch diese massive Ansammlung hatte sich ihr Magen auf das Dreifache seiner normalen Größe ausgedehnt, wie die „Daily Mail“ berichtete.

Trichobezoar-Fälle mit derartigen Dimensionen sind medizinisch dokumentierte Extremsituationen, die insbesondere bei Jugendlichen mit langjährigem unbewusstem Haarkonsum auftreten können. Die beeindruckenden Größenangaben entsprechen dabei tatsächlich den bekannten medizinischen Extremfällen – Haarballen können nach jahrelanger Ansammlung durchaus die Größe einer Melone erreichen und ein Gewicht von über einem Kilogramm entwickeln.

Für die notwendige Operation wurde Erin ins Bristol Children’s Hospital verlegt. In einem fünfstündigen Eingriff entfernten die Chirurgen den Haarballen vollständig. „Die Chirurgen sagten, der Geruch sei unglaublich gewesen“, berichtete Jodie Collins. Nach dem Eingriff verbrachte Erin zehn Tage im Krankenhaus.

Erfolgreiche Behandlung

Ihr Magen bleibt durch die extreme Dehnung möglicherweise noch jahrelang vergrößert. Die Operation selbst hat das Mädchen gut überstanden, lediglich eine kleine Narbe erinnert an den Eingriff. Nach der Entfernung eines derart großen Trichobezoars kann der Magen dauerhaft gedehnt bleiben – eine regelmäßige medizinische Nachsorge ist daher erforderlich, um mögliche Rückfälle frühzeitig zu erkennen.

Die Erleichterung bei Erins Mutter ist groß. Jodie Collins zeigt sich dankbar, dass ihrer Tochter endlich geholfen werden konnte. Über den Zeitraum, in dem sich die Haare im Magen ihrer Tochter angesammelt hatten, kann sie nur spekulieren: „Sie sind sich nicht sicher. Ich vermute, dass es Jahre sind, wegen der Größe.“

Besonders überraschend findet die Mutter, dass sie nie beobachtet hatte, wie ihre Tochter Haare in den Mund nahm. „Aber sie zwirbelt ihr Haar ständig.“ Laut „Daily Mail“ gehen die behandelnden Ärzte davon aus, dass Erin unbewusst während des Schlafens ihre eigenen Haare verschluckt hatte.

Um eine Wiederholung dieses gefährlichen Zustands zu verhindern, hat die Familie eine praktische Lösung gefunden. „Wir haben ihr jetzt eine Haube zum Schlafen gekauft“, erklärt Jodie Collins.

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KO KOSMO-Redaktion
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