Acht Feuerwehren kämpften stundenlang gegen die Flammen, während der Verkehr zum Erliegen kam. Der brennende Sattelauflieger auf der A2 stellte die Einsatzkräfte vor Herausforderungen.
Ein Sattelauflieger geriet am frühen Mittwochmorgen des 3. September 2025 auf der A2 zwischen Steinberg und Modriach in Vollbrand, was einen Großalarm für mehrere Feuerwehren im Bezirk Voitsberg auslöste. Die Einsatzkräfte aus Ligist, Modriach, Pack und Hirschegg-Steiermark wurden zunächst zum Unglücksort gerufen. Als sich die volle Ausbreitung des Feuers zeigte, ordnete Einsatzleiter Oberbrandinspektor David Traumuller von der Freiwilligen Feuerwehr Ligist umgehend weitere Verstärkung an. Daraufhin rückten auch die Feuerwehren aus Mooskirchen, Söding-Sankt Johann, Steinberg bei Ligist und Voitsberg zur Unterstützung aus.
📍 Ort des Geschehens
„Diese Nachalarmierung erfolgte nach dem neuen Alarmplan für die A2, der aufgrund der Wasserknappheit auf der Autobahn entwickelt wurde. Um bei einem Vollbrand rasch über ausreichend Löschwasser zu verfügen, sieht dieser Plan vor, dass zusätzlich Feuerwehren mit wasserführenden Einsatzfahrzeugen nachalarmiert werden“, informiert die Freiwillige Feuerwehr Mooskirchen. Der spezielle Alarmplan kam dabei erstmals zur Anwendung und führte zum Einsatz von insgesamt 14 Fahrzeugen mit 84 Einsatzkräften. Weiters heißt es: „Unter schwerem Atemschutz konnte der Brand von mehreren Trupps eingedämmt und schließlich gelöscht werden. Verletzt wurde niemand. Der Fahrer des LKW blieb unverletzt und konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.“
Verkehrsbehinderungen
Die Bekämpfung des Feuers zog sich über mehrere Stunden hin. Für den Verkehr bedeutete dies erhebliche Einschränkungen: Die A2 musste in Fahrtrichtung Klagenfurt vollständig gesperrt werden, wodurch eine weiträumige Umleitung über die B70 eingerichtet wurde. Dies führte im morgendlichen Berufsverkehr zu deutlichen Verzögerungen.
Besonders die Feuerwehren aus Mooskirchen und Söding-Sankt Johann standen vor zusätzlichen Hindernissen bei der Anfahrt. Durch die Sperrung des Aissingbergtunnels hatte sich bereits ein Rückstau gebildet. „Eine fehlende Rettungsgasse erschwerte den Einsatzkräften zusätzlich das rasche Vorankommen zur Einsatzstelle“, so die Feuerwehr Mooskirchen. Warum der LKW in Brand geriet, ist derzeit noch unklar und wird untersucht.
In der Steiermark erwartet die Bevölkerung am Mittwoch überwiegend freundliches Wetter mit spätsommerlichen Temperaturen von bis zu 26 Grad.