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Reisekomfort

Erwachsenen-Zonen: Wer zahlt, fliegt ohne Kindergeschrei

Erwachsenen-Zonen: Wer zahlt, fliegt ohne Kindergeschrei
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Ruhe über den Wolken: Immer mehr Airlines schaffen separate Zonen für Erwachsene. Die Nachfrage nach kinderfreien Bereichen wächst – für 45 Euro extra gibt’s Entspannung pur.

Immer mehr Fluggesellschaften bieten mittlerweile spezielle Ruhezonen an, in denen ausschließlich Reisende ab 16 Jahren Platz nehmen dürfen. Corendon Dutch Airlines gehört zu den Vorreitern dieser Entwicklung und ermöglicht Passagieren auf der Strecke von Amsterdam nach Curacao eine besonders entspannte Flugerfahrung im Airbus A350-900 – vorausgesetzt natürlich, auch die erwachsenen Mitreisenden verhalten sich angemessen rücksichtsvoll.

Der als „Adults-only-Zone“ ausgewiesene Bereich ist durch eine bauliche Trennung vom Rest der Economy-Kabine abgeschirmt und erstreckt sich über die Reihen 1 bis 12. Die Zone umfasst dabei 93 Standardplätze und 9 XL-Sitze und ist mit Wänden und Vorhängen vom restlichen Kabinenbereich abgetrennt. Für die Reservierung eines Sitzplatzes in diesem Abteil fallen derzeit Zusatzkosten von 45 Euro an. Wer zusätzlich mehr Beinfreiheit wünscht, kann für 100 Euro einen XL-Platz buchen. Von den insgesamt 432 Sitzen im Flugzeug befinden sich 102 in der kinderfreien Zone.

Branchenweiter Trend

Das Konzept der separaten Ruhebereiche hat sich bereits bei mehreren Fluglinien etabliert. So bietet auch IndiGo eine „Quiet Zone“ für Passagiere ab 12 Jahren an. Ähnliche Modelle findet man bei Scoot, Malaysia Airlines und AirAsia X. Diese Entwicklung kommt nicht nur ruhesuchenden Reisenden entgegen – auch Eltern profitieren, da sie weniger unter Druck stehen, wenn ihre Kinder während des Fluges einmal lauter werden.

Die Nachfrage nach solchen Angeboten ist durchaus vorhanden: Eine aktuelle Umfrage von Redfield & Wilton Strategies im Auftrag von Newsweek zeigt, dass rund 60 Prozent der befragten US-Amerikaner die Einführung von Adults-only-Bereichen in Flugzeugen und Zügen befürworten, während nur 27 Prozent dagegen sind. Dies deutet auf eine signifikante internationale Nachfrage nach kinderfreien Zonen hin.

Besonders auf Langstreckenflügen sehnen sich viele Passagiere nach Ruhe und einem gewissen Maß an Privatsphäre. Doch das Reiseerlebnis hängt maßgeblich von den Sitznachbarn ab. Nicht selten befinden sich Familien an Bord, deren Kinder für erhebliche Unruhe sorgen können.

Spielende Kinder erzeugen schnell Lärm, und weinende Säuglinge können die Nerven der Mitreisenden stark strapazieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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