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Basketballsensation

Türkische Defensiv-Monster zerlegen Griechenland und stehen im Finale gegen Deutschland

Türkische Defensiv-Monster zerlegen Griechenland und stehen im Finale gegen Deutschland
(FOTO: EPA/TOMS KALNINS)
2 Min. Lesezeit |

Mit einer Defensivmauer, die selbst NBA-Star Antetokounmpo stoppte, überrollte die Türkei den Favoriten Griechenland und stürmte ins Eurobasket-Finale.

Die Türkei fegte Griechenland mit einer Machtdemonstration vom Parkett und zog souverän ins Eurobasket-Finale ein. Mit 94:68 ließ das Team von Coach Ergin Ataman dem Favoriten aus Griechenland nicht den Hauch einer Chance. Was als Duell auf Augenhöhe erwartet wurde, entwickelte sich rasch zu einer einseitigen Angelegenheit.

Von Beginn an diktierten die Türken das Tempo und erstickten die griechische Offensive mit einer beeindruckenden Defensivleistung im Keim. Selbst NBA-Superstar Giannis Antetokounmpo fand gegen die türkische Verteidigungsmauer kein Durchkommen. Nach dem ersten Viertel führte die Türkei bereits deutlich mit 26:16, zur Halbzeitpause bauten sie den Vorsprung auf komfortable 18 Zähler aus (49:31).

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Kräfteverhältnis nicht. Die Griechen fanden kein Mittel gegen die türkische Dominanz, der Rückstand wuchs im dritten Abschnitt auf über 20 Punkte an. Mit einem 72:51 ging es ins Schlussviertel, das nur noch den Charakter einer Kür hatte. In den letzten Minuten zelebrierten die Türken vor ihren begeisterten Anhängern Basketball-Kunst vom Feinsten.

Türkische Leistungsträger

Überragender Akteur im türkischen Ensemble war Ercan Osmani, der mit 28 Punkten und sechs Rebounds glänzte. Cedi Osman steuerte 17 Zähler sowie je drei Rebounds und Assists bei. Alperen Sengun komplettierte das starke Trio mit einem Double-Double aus 15 Punkten, 12 Rebounds und sechs Assists – eine Allround-Leistung auf höchstem Niveau. Auf griechischer Seite kämpfte Kostas Sloukas mit 15 Punkten, vier Assists und drei Rebounds gegen die drohende Niederlage an. Antetokounmpo kam auf 12 Punkte, 12 Rebounds und fünf Assists, blieb damit aber deutlich unter seinem bisherigen Turnierdurchschnitt.

Finale voraus

Im Endspiel am Sonntag (20.00 Uhr) wartet nun Deutschland, das sich im ersten Halbfinale gegen Finnland mit 98:86 durchsetzte. Das Finale verspricht ein Duell der Unbesiegbaren zu werden – beide Teams marschierten mit jeweils acht Siegen makellos durchs Turnier. Für die Türkei ist es erst die zweite Finalteilnahme bei einer Europameisterschaft – und erstmals seit 24 Jahren steht das Team wieder im Endspiel. 2001 musste man sich Jugoslawien geschlagen geben. Deutschland stand bereits zweimal im Endspiel und holte 1993 gegen Russland den Titel, während man 2005 in Belgrad gegen Griechenland unterlag.

Das kleine Finale um Bronze bestreiten am Sonntagnachmittag (16.00 Uhr) Griechenland und Finnland.

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KO KOSMO-Redaktion
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