Statt ärztliche Hilfe zu holen, versuchten sie selbst zu helfen – mit fatalen Folgen. In Kroatien starb ein Kleinkind an schweren Verbrennungen.
Ein zweijähriges Mädchen ist in Slavonski Brod (Kroatien) an schweren Verbrennungen gestorben, nachdem die Eltern offenbar versucht hatten, die Verletzungen selbst zu behandeln. Die Polizei nahm den 25-jährigen Vater und die 23-jährige Mutter wegen des Verdachts der Verletzung von Kinderrechten fest.
📍 Ort des Geschehens
Die Polizeidirektion Brod-Posavina erhielt am Donnerstagmorgen gegen 8:35 Uhr die Nachricht vom Allgemeinen Krankenhaus in Slavonski Brod, dass ein im Jahr 2023 geborenes Kind verstorben sei. Umgehend leiteten der stellvertretende Bezirksstaatsanwalt für Jugendliche und Polizeibeamte Ermittlungen ein. Den Eltern wird vorgeworfen, ihr Kind nicht rechtzeitig medizinisch versorgt zu haben, was letztlich zum Tod des Kleinkindes führte.
Die Nachricht von der Tragödie hat die Einwohner von Slavonski Brod erschüttert. Während die Ermittlungen gegen die Eltern laufen, sind bislang nur wenige Details offiziell bestätigt. Der Obduktionsbericht steht noch aus, und die Befragungen der Eltern dauern an. Aus inoffiziellen Quellen verlautet, dass die Eltern versucht haben sollen, schwere Verbrennungen auf dem Rücken des Kindes selbständig zu behandeln.
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Unfallhergang
Nach bisherigen Erkenntnissen verlor das Kind das Bewusstsein und hörte auf zu atmen. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche konnten die Ärzte das Mädchen nicht mehr retten. Ersten Vermutungen zufolge ereignete sich der Unfall während des Badens, wie RTL berichtet. Das Kind soll sich in der Badewanne befunden haben, als es sich mit heißem Wasser verbrühte. Die genauen Umstände werden nun von der Polizei in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft untersucht.
Wie eine HRT-Reporterin (kroatisches Fernsehen) in den Fernsehnachrichten mitteilte, wird der Vater derzeit bei der Bezirksstaatsanwaltschaft vernommen. Die 23-jährige Mutter wurde bereits befragt und anschließend zur Polizeistation zurückgebracht. Es besteht die Möglichkeit, dass die Staatsanwaltschaft für die Mutter Untersuchungshaft beantragt – vermutlich für bis zu einem Monat, da sie keine kroatische Staatsbürgerin ist und daher Fluchtgefahr bestehen könnte.
Weitere Kinder
Das Zentrum für Sozialschutz bestätigte, dass die Familie noch drei weitere Kinder hat. Alle Kinder wurden inzwischen in Obhut genommen und befinden sich an einem sicheren Ort außerhalb des Familienumfelds. „Mehr Klarheit werden wir erst haben, wenn der Obduktionsbericht vorliegt. Derzeit kennen nur die Eltern alle Details zur tatsächlichen Ursache dieser Tragödie“, erklärte Zavrski.
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Der Anwalt der Familie, Zoran Mataic, äußerte sich nach der ersten Befragung: „Die Mutter hat ausgesagt und alle Fragen beantwortet. Vor allem handelt es sich hier um eine schreckliche Tragödie – nichts, was sie absichtlich getan hat. Sie steht unter schwerem Schock.“
Die Eltern glaubten, die Folgen mit einer konservativen Behandlung beseitigen zu können.