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Finanzinnovation

Banken-Allianz fordert Dollar-Macht heraus: Euro-Krypto kommt 2026

Banken-Allianz fordert Dollar-Macht heraus: Euro-Krypto kommt 2026
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Europas Banken machen mobil gegen die US-Dominanz im Kryptomarkt. Neun Geldinstitute schmieden eine Allianz für eine eigene Euro-Digitalwährung mit Stabilitätsgarantie.

Banken-Konsortium

UniCredit und Raiffeisen Bank International haben sich mit sieben weiteren europäischen Geldinstituten zusammengeschlossen, um eine durch klassische Finanzanlagen gedeckte Kryptowährung auf Euro-Basis zu entwickeln. Zu der Bankengruppe gehören neben den beiden Instituten auch die belgische KBC, die dänische Danske Bank, die deutsche DekaBank, die schwedische SEB und die spanische CaixaBank. Laut Mitteilung steht die Gruppe weiteren Banken offen.

Das neu zu gründende Unternehmen wird seinen Hauptsitz in den Niederlanden haben und unter Aufsicht der niederländischen Zentralbank als E-Geld-Institut operieren. Die Markteinführung der an traditionelle Vermögenswerte gekoppelten Euro-Kryptowährung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Ein Sprecher der DekaBank betonte, dass das Produkt den EU-Vorschriften für Krypto-Asset-Märkte entsprechen und rund um die Uhr schnelle sowie kostengünstige Zahlungen ermöglichen werde.

Stabile Wertanlage

Um starke Wertschwankungen zu vermeiden, koppeln die Emittenten das digitale Geld an etablierte Währungen wie Dollar oder Euro, aber auch an Rohstoffe wie Gold und Silber sowie an verschiedene Finanzinstrumente. Die Bankengruppe hebt in ihrer Mitteilung hervor, dass Kryptowährungen erhebliche Vorteile für grenzüberschreitende Transaktionen, automatisierte Zahlungsprozesse sowie Verbesserungen im Supply-Chain-Management bieten. Durch den Einsatz der Blockchain-Technologie wird zudem ein öffentlich einsehbares elektronisches Verzeichnis aller Zahlungsvorgänge geschaffen.

Auf dem internationalen Markt für an klassische Vermögenswerte gebundene Kryptowährungen dominieren derzeit die US-amerikanischen Unternehmen Tether, Circle und Ripple. Mitte Juli schuf US-Präsident Donald Trump mit dem „GENIUS-Gesetz“ zusätzliche Anreize für Kryptowährungsemittenten in den USA. Das Gesetz verpflichtet die Herausgeber, ihre Kryptowährungen vollständig durch liquide Vermögenswerte wie Dollar oder kurzfristige Staatsanleihen zu decken und monatlich über die Zusammensetzung ihrer Reserven zu berichten.

Europäische Alternative

Laut einer Erklärung des Weißen Hauses soll das Gesetz „die Nachfrage nach US-Staatsanleihen steigern und die Stellung des Dollars als globale Leitwährung festigen“. Während die Eurozone sich für die Ausgabe einer digitalen Währung über die Europäische Zentralbank entschieden hat, betont das Konsortium der neun europäischen Banken, dass es mit seiner Initiative eine europäische Alternative zu den amerikanisch dominierten Kryptowährungsmärkten schaffen will.

Damit soll die strategische Unabhängigkeit Europas im Bereich der Zahlungstransaktionen gestärkt werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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