Alarm in Klagenfurt: Zwei verurteilte Einbrecher nutzten ihre Arbeitsstellen in der Justizanstalt für einen spektakulären Ausbruch. Die Großfahndung läuft auf Hochtouren.
In der Justizanstalt Klagenfurt lösten am Dienstagvormittag gegen 10 Uhr interne Alarmsirenen einen Großeinsatz aus. Zwei Insassen gelang die Flucht aus der Hafteinrichtung. Bei den Flüchtigen handelt es sich um zwei Männer, die eine mehrjährige Haftstrafe zwischen vier und fünf Jahren wegen schweren Einbruchsdelikten verbüßen sollten. Wie die Kronen Zeitung berichtet, waren die Häftlinge in der Schlosserei beziehungsweise der Beamtenkantine der Justizanstalt beschäftigt – Arbeitsbereiche, die sie offenbar für ihren Ausbruch nutzten. Die genauen Umstände, wie sie ins Freie gelangen konnten, werden derzeit intensiv untersucht.
Großfahndung eingeleitet
Nach Bekanntwerden des Ausbruchs durchsuchten Einsatzkräfte das gesamte Landesgericht. Zeitweise bestand sogar der Verdacht einer möglichen Geiselnahme. Polizeieinheiten mit Spürhunden und Suchtrupps wurden umgehend mobilisiert. Die ersten Ermittlungsergebnisse deuten darauf hin, dass die beiden Männer über den stark frequentierten Heuplatz in Klagenfurt die Flucht fortsetzten. Bis Mittwochabend fehlte von den Flüchtigen jede Spur.
Behördliche Untersuchung
Die Generaldirektion und zuständigen Behördenvertreter haben am Mittwoch vor Ort Untersuchungen eingeleitet. Die Fahndung nach den entflohenen Häftlingen dauert an.
Die Polizei ersucht die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise.