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Trauerfeier

Wer macht so etwas?“: Polizei ermittelt nach Mord an Fabian (8) unter Hochdruck

Wer macht so etwas?“: Polizei ermittelt nach Mord an Fabian (8) unter Hochdruck
FOTO: Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern
3 Min. Lesezeit |

Eine Stadt in Schockstarre: Während 500 Menschen in Güstrow um den toten Fabian trauern, arbeiten Ermittler unter Hochdruck an der Aufklärung des Falls.

Die Leiche des seit Freitag vermissten achtjährigen Fabian wurde am Dienstag in einem Waldstück bei Klein Upahl entdeckt. Bei einer Trauerfeier in Güstrow brachte Bürgermeister Sascha Zimmermann (FDP) die Erschütterung der Gemeinde zum Ausdruck: „Fabian, du warst einer von uns, du wirst uns fehlen.“ Der Verlust des Kindes hat die Einwohner der Stadt in Mecklenburg-Vorpommern tief getroffen.

Rund 500 Menschen kamen am Abend in der Marienkirche zusammen, um gemeinsam zu trauern. Besonders Fabians Freunde, Schulkameraden und Mitspieler vom Fußballverein ETSV Güstrow waren von Trauer überwältigt. Pastor Jens-Peter Schulz von der Evangelisch-Lutherischen Pfarrgemeinde Güstrow sprach die schmerzhafte Realität an: die „schreckliche Gewissheit, dass Fabian nicht mehr zurückkommen wird.“ Für die Familie des Jungen wurde während der Veranstaltung Geld gesammelt.

Laufende Ermittlungen

Parallel zur Trauerfeier schreiten die Ermittlungen voran. „Die Auswertung des Handys des Jungen läuft“, erklärte Polizeisprecher Florian Müller aus Rostock. Sämtliche verfügbaren Polizeikräfte des Bundeslandes sind in den Fall eingebunden. Der Sprecher betonte: „Alle Spuren im Umfeld werden gesichert. Aktuell laufen noch die Fährtenhundarbeit und parallel die Befragung der Angehörigen und die Arbeit der Rechtsmedizin.“

Am Dienstagvormittag hatte eine Spaziergängerin den leblosen Körper des Kindes gefunden. Die Fundstelle liegt etwa zehn Kilometer vom Inselsee in Güstrow entfernt, wo tags zuvor Leichenspürhunde angeschlagen hatten. Trotz intensiver Suche durch Polizeitaucher im See blieb dieser Einsatz erfolglos. Die Ermittler stehen unter Zeitdruck, da Witterungseinflüsse die Spurensicherung erschweren.

Die Suche nach dem vermissten Kind lief seit Freitagabend auf Hochtouren. Mit Hunden, Drohnen und Fahndungsplakaten versuchten die Einsatzkräfte, Fabians Aufenthaltsort zu ermitteln. Eine zwischenzeitliche Spur führte in ein Waldgebiet bei Zehna, verlief dann jedoch im Sand. Letztendlich wurde der Junge etwa 15 Kilometer von seinem Wohnhaus in Güstrow entfernt aufgefunden. Der Fundort ist großräumig abgesperrt.

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Die Eltern wurden über den Tod ihres Sohnes in Kenntnis gesetzt. Während die Mutter von „speziell geschultem medizinischem Personal“ betreut wird, lehnte der Vater seelsorgerische Unterstützung ab.

In der Kirche stellte Bürgermeister Zimmermann die Fragen, die viele bewegen: „Wer macht so etwas, wieso passiert so etwas? Wieso muss ein Kind so einem Verbrechen zum Opfer fallen?“

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KO KOSMO-Redaktion
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