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Hilfsbereitschaft

Diesen Sonntag: SOS Balkanroute ruft zu großer Sammelaktion in der Brunnenpassage auf

Diesen Sonntag: SOS Balkanroute ruft zu großer Sammelaktion in der Brunnenpassage auf
(FOTO: SOS-Balkanroute)
2 Min. Lesezeit |

Die österreichweiten Wintersammlungen der SOS Balkanroute erreichen am Sonntag mit der großen Sammelaktion in der Brunnenpassage in Wien-Ottakring (10–19 Uhr) ihren nächsten Höhepunkt. Zuvor konnten bereits in Innsbruck 201 Kartons Hilfsgüter gesammelt werden, in Graz 146 und in Kärnten 200.

Die Solidarität mit Geflüchteten an den EU-Außengrenzen durchzieht alle Schichten der österreichischen Gesellschaft. Mit der großen Sammelaktion in der Wiener Brunnenpassage erreichen die landesweiten Wintersammlungen der SOS Balkanroute am Sonntag einen weiteren Höhepunkt. Sowohl für die Sammelaktion selbst als auch für den anschließenden Benefizabend mit dem Förderpreisträger des Österreichischen Kabarettpreises, „Der Kuseng“, wird mit zahlreichen Teilnehmern gerechnet.

In Innsbruck wurde mit 201 Kartons an Hilfsgütern ein neuer Sammelrekord aufgestellt. Petar Rosandic, der Obmann der SOS Balkanroute, betont: „Egal, was uns Politiker oder Boulevardmedien suggerieren: Wir merken keine Abnahme der Solidarität an den Orten, an denen wir seit sechs Jahren jeden Winter sammeln.“

In Graz konnte erstmals auch der amtierende österreichische Fußballmeister Sturm Graz als Unterstützer gewonnen werden – ein Beleg für die breite gesellschaftliche Verankerung der Initiative. Durch die Berichterstattung des ORF erhielt das Thema zusätzliche mediale Aufmerksamkeit.

Regionale Erfolge

In Kärnten beteiligen sich mittlerweile auch vermehrt kleinere Gemeinden im ländlichen Raum. Die unerwartet hohe Beteiligungsquote ermöglichte bereits gestern die Abfahrt des ersten LKWs in diesem Winter. Seit der Gründung vor sechs Jahren hat die Initiative damit insgesamt 74 Hilfstransporte zu den EU-Außengrenzen organisiert.

„Dass weiterhin so viele Menschen helfen, obwohl Politik und Medien oftmals wegschauen und die Gewalt an den Außengrenzen salonfähig geworden ist, verdanken wir tausenden Ehrenamtlichen in ganz Österreich. Sie schauen nicht weg. Wir lassen niemanden zurück“, erklärt Rosandic.

Politische Unterstützung

Die Bezirksvorsteherinnen und Bezirksvorsteher Michaela Schüchner aus Wien-Penzing, Steffi Lamp aus Wien-Ottakring, Saya Ahmad aus Wien-Alsergrund sowie Martin Fabisch aus Wien-Josefstadt haben ihre Bezirksbewohner zur Teilnahme an der Sammlung aufgerufen. Auch Stadtrat Peter Hacker warb in einem Social-Media-Beitrag für die Aktion.

Diese verschiedenen Beispiele bürgerschaftlichen Engagements verdeutlichen, dass die Unterstützung für Menschen auf der Flucht in Österreich trotz oft negativer Darstellungen in Politik und Medien ungebrochen stark bleibt.

Die anhaltende und sogar wachsende Hilfsbereitschaft der österreichischen Bevölkerung für Geflüchtete an den EU-Außengrenzen spiegelt sich eindrucksvoll in den beschriebenen Initiativen wider.

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KO KOSMO-Redaktion
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